Suppen - Vorspeisen

Tapas variadas

21. Juli 2018

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An schönen Sommerabenden überkommt mich oft Sehnsucht nach dem Süden und nach den kleinen Köstlichkeiten, die in den Weinbars dort angeboten werden. Im Osten Mezze, in Italien Antipasti im spanischem Raum sind es die Tapas, denen ich mich hier widme.
Leider dauert es noch etwas, bis wir uns Ende September auf den Kanaren verwöhnen lassen können.

Aber wenn Freunde den Besuch ankündigen, ergibt sich die Gelegenheit, diesen kulinarischen Gelüsten schon vorher nachzukommen.

Tapas können gut und schnell vorbereitet werden, man sitzt in fröhlicher Runde zusammen und die Gastgeber können sich entspannt den Gästen widmen.

Hier ein paar einfache, gelingsichere Vorschläge für Tapas, die so gut wie immer schmecken.

Bei großer Hitze bietet sich an, die Runde mit einer kühlen Gazpacho andaluz zu eröffnen, die ich gerne nach einem traditionellen Rezept zubereite.

Menge für 6 Portionen:

600 g aromatische Paradeiser
3 Bio Mini-Gurken (ich finde sie geschmacksintensiver) oder 1 Salatgurke
je 1 rote und 1 gelbe Paprikaschote
2 Schalotten
2-3 frische Knoblauchzehen
einige Scheiben altbackenes Weißbrot
5 EL Olivenöl
125 ml Weißweinessig
1/2 l Gemüsesuppe (kalt)
Salz, Pfeffer, Pimenton de la Vera, Piment d’espeette (oder Cayennepfeffer)

Die Tomaten werden kurz blanchiert, die Haut abgezogen, dann in Stücke geschnitten.
Die Paprika lege ich kurz unter den Grill, so lässt sich die Haut gut abziehen, außerdem verstärkt es den Geschmack, verleiht ein leichtes Raucharoma.
Paprika, geschälte Gurken, Zwiebel und Knoblauchzehen ebenfalls in grobe Stücke schneiden.
Das Gemüse in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern, mit dem Olivenöl durchmischen und eine Stunde ziehen lassen.

Das Weißbrot entrinden, Suppe und Essig vermischen, das Weißbrot darin einweichen.

Nach der Ruhezeit das geschnittene Gemüse und das eingeweichte Weißbrot in einem Mixeer fein pürieren. Mit den Gewürzen gut abschmecken. Für einige Zeit kalt stellen.

Für die Einlage schneide ich etwas Gurke, Tomate, Paprika und Honigmelone in kleine Stücke, ebenso röste ich Weißbrotwürfel in etwas Olivenöl knusprig.

Die gut gekühlte Gazpacho in Gläsern oder Suppenschalen anrichten, die Gemüse- und Brotwürfel dazu reichen.

Scharfe Sardinenbrötchen:

3 Tomaten
2 Zehen frischen Knoblauch
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer,
Weißbrot in Scheiben geschnitten
Zitronenthymian
1 Dose scharfe Sardinen (bei mir Nuri)

Tomaten wie üblich häuten, vierteln und die Kerne entfernen, dann fein würfeln. Knoblauchzehen fein hacken und mit dem Olivenöl, Salz, Pfeffer und den abgezupften Thymianblättern vermischen und etwas ziehen lassen.

Die Weißbrotscheiben mit Olivenöl bepinseln und im Backrohr bei 200 Grad rösten – dauert ca. 8-10 Minuten.

Die Tomatenmasse auf dem Weißbrot verteilen und die scharfen Sardinen auflegen, schmecken lassen!

Papas Arrigadas – Kanarische Salz-Schrumpfkartoffeln (1 Stunde Zeit bevor sich die Gäste zu Tisch setzen, zustellen )
Die Kanaren kochen die Kartoffeln gerne in Meerwasser, uns Binnenländer steht da nur normales Wasser und grobes Meersalz zur Verfügung.

Kleine Kartoffeln, die Menge richtet sich nach der Gästezahl, ich rechne 3-4 Stück pro Person. Meersalz – für 1 kg Kartoffeln 100 g

Kartoffeln waschen und abbürsten. In einen Kochtopf nebeneinander, nicht übereinander legen. Mit Wasser bedecken, das Salz beifügen. Deckel locker auflegen einen Spalt offen lassen (entweder ein Tuch oder einen Kochlöffel dazwischen legen, der Dampf soll während des Kochvorgangs abziehen können.
Kartoffeln aufkochen, dann auf kleiner Flamme 20 -25 Minuten garen lassen. Das Wasser soll am Ende der Kochzeit weitgehend verdampft sein. Wasser bis auf einen kleinen Rest abgießen und die Kartoffeln bei geringer Temperatur noch 20 Minuten am Herd belassen. So bildet sich die typische Salz- und Schrumpelkruste.

Auf den Karnaren werden üblicherweise Mojo verde oder Mojo rojo gereicht.

Ich habe diesmal eine grüne Knoblauch-Aioli dazu gereicht, hat auch super gepasst:

1 ganzes Ei
1 EL scharfer Senf
1/2 Bund Petersilie
2 frische Knoblauchzehen
200 ml Rapsöl
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, etwas Limettensaft und Schale

Alle Zutaten in ein hohes Mixgefäß geben, mit dem Stabmixer durchmixen, dabei den Mixstab langsam nach oben ziehen, damit eine dick/cremige Sauce entsteht.

Glasierte Bratwurst

Dieses Rezept habe ich bei Jamie Oliver entdeckt und nur gering abgewandelt.

250 g Chorizo oder andere Bratwurst, pikant oder mit Käse (z.B. Käsekrainerbällchen von Radatz)
1 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen
4 EL Rotweinessig oder Balsamico
1 EL Rotwein
1 EL Honig

Die Bratwurst in dicke Scheiben schneiden, rundherum in eine Pfanne im Olivenöl anbraten. Die Knoblauchzehen in der Schale etwas andrücken und gemeinsam mit der Wurst braten.
Wenn die Wurst eine schöne Farbe hat, mit dem Essig und Rotwein ablöschen und den Honig zugeben. Etwas einkochen lassen. Mit der sich bildenden molligen Sauce servieren – diese später mit etwas Weißbrot aufzutunken ist fast noch besser als die Wurst.

Piementos de Patrón

Die grünen Bratpaprika zählen in Spanien wohl zu den beliebtesten Tapas. Dort kann es auch durchaus vorkommen, dass die eine oder andere dieser unreifen Paprikaschoten eine schöne Schärfe aufweist, was den Genuss besonders spannend macht.

Nicht so, bei den bei uns vorkommenden Nachzüchtungen, die im Handel als Bratpaprika – sehr oft aus dem Burgenland – angeboten werden, da habe ich noch keine scharfe Variante kennen gelernt.
Sie sind einfach und sehr unkompliziert herzustellen.

Pro Portion rechnet man mit 100 g Bratpaprika, etwas Olivenöl, 1 angedrückte Knoblauchzehe in der Schale

Die Paprika werden rundherum mit einer dünnen Nadel angestochen und gemeinsam mit den Knoblauchzehen in einer Pfanne in heißem Olivenöl rundherum angebraten, bis sie Blasen werfen.
Mit groben Meersalz bestreuen und servieren.

Scharfe Garnelen

Bei uns im Binnenland kaufe ich die Garnelen fast immer als TK-Ware, es gibt sie geschält und ungeschält, es gibt sie auch in Bio-Qualität, sie sind enddarmt, man kann sie nach dem Auftauen sofort zubereiten.

250 g Garnelen, auf einem Sieb aufgetaut
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
3 EL Olivenöl
1 Chilischote, entkernt, fein gehackt
3 frische Knoblauchzehen, fein gehackt
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Garnelen mit dem Olivenöl, Petersilie, Chili und Knoblauch 1/2 Stunde marinieren, dann in einer heißen Pfanne rundherum anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sie schmecken warm und kalt.

Was bei uns zusätzlich noch zu den Tapas auf den Tisch kommt:

Guter Serrano Schinken, Zucker- oder Honigmelone, Oliven und Kapern. Dazu gibt es kühlen spanischen Rosé-Wein oder Melonen-Sangria – ¡Salud

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