Hauptspeisen

Schweinebauch vom Grill mit Krautsalat und Erdäpfelknödel

21. August 2018

Ab und zu wird bei uns auch gegrillt, wie vor ca. zwei Wochen, zum Beispiel.

Anders, als in anderen Familien, wo die Männer am Grill stehen, bin ich hier die „Grillmeisterin“.
Früher einmal hatten wir einen kleinen Holzkohlengrill, also viel früher, vor einer gefühlten Ewigkeit.
Nach ein oder zwei Versuchen, hat der Hausherr festgestellt, dass er weder fürs Feuer machen noch fürs Grillen so richtig Lust und Motivation hatte.
Feuer machen war aber auch nicht gerade meins, also wurde ein Gasgrill angeschafft , den ich in der Folge dann gerne bediente, meist wenn die Familie da war.
Für unseren Zweipersonenhaushalt stellte sich allerdings heraus, dass dieser Grill etwas zu groß war, ich ging mit dem Gedanken schwanger, ihn gegen einen kleineren auszutauschen.
Da ergab es sich gut, dass meine liebe Facebook-Freundin Kathi, die in einem Grill-Fach-Makt nahe Wien beschäftigt ist, für einen Event im April d.J. Werbung machte, bei dem der von uns sehr geschätzte Roland Trettl ein Stelldichein gab – da waren wir natürlich gerne dabei!
Bei dieser Gelegenheit wurde dann auch ein neuer Grill – ein kleiner Kraftlackel, mit drei Brennern und einer ausklappbaren Kochplatte erstanden, und bald darauf eingeweiht.

Zuerst war es Fisch, Steaks, Koteletts – dann hat es mich gereizt, einmal ein größeres Stück darauf zu grillen – einen schönen Schweinebauch z.B. mit knuspriger Kruste.

Schweinefleisch steht bei uns eher selten am Plan, wenn dann soll es ein Stück von einem ehemals frei und glücklich lebenden Tier – keinesfalls aus der Massentierhaltung – sein. So wie das Waldviertler Strohschwein, z.B.

Als Beilagen zum knusprig gegrillten Schweinebauch wurde Krautsalat und Kartoffelknödel gewünscht.

Für den Schweinebauch:

1 kg Schweinebauch vom Waldviertler Strohschwein
Salz, Geräuchertes Seesalz aus Neuseeland, Knoblauch, Kümmel, Paprika, Cumin, Pfeffer

Die Schwarte vom Schweinebauch mit einem scharfen Messer im Schachbrettmuster einritzen, dann mit Salz massieren – auch in die Zwischenräume der Schwarte – und 20 Minuten einwirken lassen.
Aus dem Neuseeland-Salz, gehacktem Knoblauch, Kümmel, Paprika, Cumin und Pfeffer eine Mischung herstellen, den Schweinebauch rundherum damit würzen.

Grill auf indirekte Hitze 180 Grad vorheizen.

Den Schweinebauch auf einen höheren Rost legen – ich stelle eine Abtropfschale mit etwas Suppe darunter, um das austretende Fett aufzufangen, aus dem ich später etwas Bratensaft mache.

Nach etwa einer Stunde, wenn die Kruste leicht aufgegangen ist, erhöht man die Temperatur auf 200 bis 220 Grad und lässt den Schweinebauch noch für eine weitere Stunde am Grill, bis er zart und kross ist. Ich übergieße ihn während des Grillvorgangs ab und zu mit der Flüssigkeit, die sich in der Abtropfschale gesammelt hat, bzw. gebe noch etwas Wasser oder Suppe dazu.
Nach ca. 2 Stunden war der Schweinebauch fertig, mit schöner Kruste und sehr zart.
Ich denke, ich werde ihn jetzt öfters am Grill machen.

Erdäpfelknödel (2 Portionen)

350 g Erdäpfel (mehlige Sorte)
40 g Kartoffelstärke
20 g Mehl griffig
1 Ei
2 EL weiche Butter
Salz, geriebene Muskatnuss

Die Erdäpfeln mit der Schale auf einen gelochten Dampfeinsatz in einen Topf mit etwas Wasser geben, und 20 Minuten dämpfen lassen.
Erdäpfel schälen, durch die Kartoffelpresse drücken und mit Stärkemehl, Mehl, Salz, Ei, Butter, Pfeffer und Muskat verrühren.
Knödel formen und in Salzwasser leicht wallend kochen lassen, bis sie nach oben steigen (ca. 15-20 Minuten)

Serbischer Krautsalat:

1 kleiner Krautkopf vom jungen, zarten Kraut (oder Spitzkohl)
1 rote Paprikaschote
Salz
Apfelessig, Rapsöl, Zucker, Kümmel, Pfeffer

Die Außenblätter des Krautkopfes entfernen, vierteln, den Strunk herausschneiden und das Kraut sehr fein schneiden oder hobeln.
Kraut in einer Schüssel mit etwas Salz vermischen und mit den Händen gut durchkneten, bis es weich ist.
Paprikaschote (schälen), halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.
Apfelessig, Öl, Salz, Pfeffer, Zucker und Kümmel eine Marinade bereiten und mit den Paprikastreifen unter das Kraut mischen.
Den Krautsalat noch etwas ziehen lassen und bei Bedarf nochmals mit Essig abschmecken.

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