Hauptspeisen

Gefüllte Paprika „Wiener Art“

15. Oktober 2018

Wenn es bei meinem Gärtner die guten und fleischigen Paprikaschoten und die fruchtigen Paradeiser gibt, dauert es nicht mehr lange, bis gefüllte Paprika auf dem Speiseplan stehen. Die Paprika vom August haben es nicht auf den Blog geschafft, dafür ist es jetzt so weit. 

Gefüllte Paprika können auf verschiedene Art zubereitet werden, vom Orient bis zum Okzident findet man zahlreiche Varianten und Rezepte, sowohl vegetarische, mit Reis oder Bulgur, als auch mit Fleischfüllungen, ob Rind, Schaf, Schwein oder auch gemischt. Paprikaschoten gibt es in verschiedenen Formen (rund oder spitz) und Farben (je nach Reifegrad grün, gelb, rot und auch violett).

Mein Rezept heute ist typisch österreichisch, gefüllte Paprika nach Wiener Art, wie man sie ähnlich auch beim Plachutta oder anderen österr. Kochbüchern findet,  man könnte auch sagen, wie ich es in frühen Jahren von meiner Mutter gelernt habe. 

Lediglich bei der Tomatensauce, die eigentlich eine Tomaten/Paprikasauce ist,  habe ich im Laufe der Jahre mein eigenes Konzept entwickelt, so wie sie uns am besten schmeckt. 

Was die Paprika ans ich betrifft, verwende ich sehr gerne die fleischigen, gelben ungarischen Spitzpaprika, mische ganz gerne mit rot oder violett – die jedoch beim Garprozess wieder grün werden. Die hellgrünen einheimischen Sommerpaprika eignen sich genau so gut. 

Aufpassen muss man nur bei den dunkelgrünen Sorten, die sind eher ungeeignet, da sie sehr bitter werden können. 

Mein Rezept ist für 2 Portionen, man kann von den gefüllten Paprika aber gerne mehr machen, da sie sich ausgezeichnet zum tiefkühlen eignen, so hat man später, außerhalb der Saison auch noch was davon. 

Tomaten/Paprikasauce – bereite ich zuerst zu

4 Stück große Tomaten, z. Ochsenherz (ersatzweise 1 Dose San Marcano 400 g)
2 Schalotten, geschält, geviertelt
50 g Butter
Salz, Zucker
2 Spitz- oder rote Paprika
etwas Öl

Die Spitzpaprika halbieren, entkernen und auf ein befettetes Backblech legen mit Öl bepinseln und bei 200 Grad mit der Schnittfläche nach unten im Backrohr backen bis die Haut dunkel wird und Blasen schlägt. Unter einem feuchten Tuch abkühlen lassen, dann lässt sich die Haut ganz einfach abziehen. Die Paprikaschoten in grobe Stücke schneiden. 

Die Tomaten an der runden Seite kreuzförmig einschneiden, kurz in kochend heißes Wasser legen, dann kalt abschrecken und die Schale abziehen. 

Tomaten vierteln oder achteln, gemeinsam mit den Schalotten und der Butter aufkochen, dann die Hitze zurückdrehen und eine halbe Stunde mit Deckel,  danach die Paprikastücke dazu geben und weitere 20 -30 Minuten ohne Deckel auf kleiner Flamme zart köcheln lassen. 

Mit Salz und Zucker abschmecken, dann mit dem Mixstab fein passieren. 

4 Paprikaschoten
1/4 kg Faschiertes halb Rind, halb Schwein
100 g Reis bissfest gekocht
1 Ei
1 kleine Zwiebel, fein gehackt, kurz in etwas Öl angeschwitzt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 El Öl
1 EL glatte Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1/2 EL Majoran

Paprikaschoten rund um den Stiel einschneiden, diesen heraus ziehen und beiseite legen. Samenkörner entfernen und die Schoten auswaschen. 

Das Faschierte mit dem Reis, Ei, den Zwiebeln, Gewürzen und Petersilie gut vermischen. 

Die Masse in die Paprika einfüllen und den Stiel als Deckel auf den gefüllten Paprika legen.
Einen geeigneten Gusstopf oder Auflaufform mit etwas Öl auspinseln, die Paprika einsetzen und mit etwas Öl bestreichen.
Im Backofen bei 180 Grad 20 Minuten anbacken, dann die warme Tomatensauce zugießen und weitere 20 bis 25 Minuten fertig dünsten.

 

Als Beilage eignen sich am besten Salzkartoffeln, ich persönlich mag aber auch Reis ganz gerne dazu. 

Zuletzt noch eine kleine Übersicht von den gefüllten Paprika die ich im Laufe der letzten Jahre zubereitet habe.

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