Hauptspeisen

Zwiebelrindsschnitzel mit Kürbisnockerln

21. Oktober 2018

Für diesen Sonntag hat sich der liebe Hausherr gedünstete Zwiebelrindsschnitzel gewünscht, so wie sie früher bei der Mama gemacht wurden.
Ich bin dem Wunsch gerne nachgekommen, ist es doch ein entspanntes Gericht, das Fleisch schmort alleine in der Zwiebelsauce dahin, ich muss nicht auf einen speziellen Garpunkt achten – lediglich zart und weich soll es sein.

Die Zwiebelrindschnitzel sind meiner Meinung nach die kleine oder ärmere Schwester vom traditionellen gedünsteten Zwiebelrostbraten, wie er in vielen Gaststätten und Restaurants bei uns noch immer gerne angeboten wird.

Menge für drei Portionen:

6 Stück Rindschnitzel – bei uns vom Rinderzapfen
2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
Salz, Pfeffer, 1 EL Tomatenmark, 1 EL Senf
Zitronenschale, etwas fein geriebener Ingwer aus dem Burgenland!
200 ml Rinderfond
200 ml guter Rotwein (Blaufränkisch)
Öl zum Braten
Für die Garnitur: Lauchzwiebeln, 1 EL Butter

Die Rindschnitzel salzen, pfeffern und in einer Pfanne mit heißem Öl beidseitig kurz anbraten. In einer zweiten Pfanne die Hälfte der geschnittenen Zwiebel goldgelb anbraten.
Fleisch aus der Pfanne nehmen und in einen geeigneten Topf legen, im Bratenrückstand Tomatenmark und Senf kurz anrösten und mit Rotwein ablöschen, dann den Rinderfond und die gerösteten Zwiebeln zugeben und aufkochen lassen. Über das Fleisch gießen, den geriebenen Ingwer und die Zitronenschale zugeben.

Den Topf zudecken und auf kleiner Flamme ca. 1 Stunde schmoren lassen bis das Fleisch weich ist.
Fleisch herausnehmen und die Sauce noch etwas einkochen lassen. Bei Bedarf mit etwas Maisstärke, mit Rotwein angerührt, binden.
Während das Fleisch schmort, die zweite Hälfte der Zwiebel in einer Pfanne in etwas Öl zu schöner Farbe rösten. Fürs Auge habe ich auch noch 2 Lauchzwiebeln in Ringe geschnitten und in etwas Butter angeschwitzt.

Die fertigen Rindschnitzel mit der Sauce, dem gerösteten Zwiebel und beliebiger Beilage anrichten.

Als Beilage wurde vom Hausherrn heute Reis gewünscht, genau so gut passen Nudeln oder gebratene Kartoffelspalten dazu.

Ich habe mich für eine herbstliche Beilage entschieden und aus einem Reststück vom Butternut-Kürbis Kürbisnockerln gemacht:

ca. 360g Kürbis
1 Ei
ca. 100 g Mehl
Salz, Pfeffer
2 EL Kürbiskerne gehackt

Kürbis schälen und in Stücke schneiden, dann bei 180 g im Backrohr – in Backpapier eingepackt – weich backen.
Den ausgedampften und ausgekühlten Kürbis mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz und Pfeffer würzen, Ei, Mehl, sowie die gehackte Kürbiskerne untermischen. Die Masse war etwas weich, ich habe mit einem kleinen Löffel Nockerl abgestochen und in siedendes Salzwasser eingekocht (vorher ein Probenockerl gemacht).
Die Nockerl mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben und in einer Pfanne mit Butter und etwas Kürbiskernöl schwenken.

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  1. Ingwer gibt diesem Klassiker bestimmt eine überraschende Note!
    Für die nächsten Kürbisnockerln hätte ich dir einen Tipp: Masse in einen Einweg-Dressiersack füllen, Spitze wegschneiden, Masse herausdrücken und mit einem Silikonspatel ca. 3 cm lang direkt ins kochende Wasser abstechen. So bereite ich «Gnocchi alla parigina» ohne grosses Geklebe zu!

    1. Hallo Felix, vielen Dank für Dein Feedback und den guten Tipp! Das probiere ich beim nächsten Mal aus. Der Ingwer ist wirklich ganz toll, bekommt man im Osten von Österreich bei Merkur und Billa.
      Liebe Grüße brigitta.

      1. Es war ganz wunderbaaaar!
        Das wird es nun ab und zu geben, so kann auch das nicht sehr zarte Thai-Rindfleisch wieder zum Einsatz kommen. Etwas Ingwer ist wirklich super (selbst wenn er nicht aus der Wachau, sondern aus meinem Garten stammt!). Die Lauchzwiebeln bringen eine schöne Farbe aufs Gericht!
        Für die Kürbisnockerln war ich ehrlich gesagt (und trotz meinem Tipp, wie es ohne Geklebe geht) zu bequem und habe das Ganze (wie der Hausherr!) mit Reis genossen!
        Mit besten Grüssen aus Fernost,
        FEL!X

        1. Ich freue mich, dass es Dir geschmeckt hat, es muss ja wirklich nicht immer Filet oder Roastbeef sein.
          Reis ist immer eine gute Beilage dazu, der Hausherr weiß ja auch, was gut ist 😉
          Liebe Grüße aus dem Burgenland, lass es Dir gut gehen!
          Brigitta

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