Hauptspeisen

Südtiroler/Tiroler Knödeltris

23. Oktober 2018

Fans der TV Kochsendung Kitchen Impossible werden sich daran erinnern, dass Tim Mälzer in der zweite Staffel von Roland Trettl die Aufgabe bekam, vor dem malerischen Panorama des Patscheider Hofes dieses Tiroler Nationalgericht nach zu kochen.
Für mich war dieses Gericht nicht neu, denn Knödel gehen bei uns in Österreich ja immer, ob als Beilage oder wie hier und nicht nur heute als Knödeltris – mit ganz starker Anleihe an Tirol respektive Südtirol.
Neben den Spinatknödel, die bereits hier am Blog zu finden sind, ist es eine echte Leibspeise von uns, gibt es so alle paar Monate einmal.

Das Südtiroler Knödeltris besteht so gut wie immer aus je einem Spinatknödel, einem Käseknödel und einem Rote-Rübenknödel, der in Tirol auch sehr  oft durch einen Speckknödel ersetzt wird.
Ich glaube, es gibt kaum eine Berghütte oder gutes Restaurant in Südtirol/Tirol, wo dieses Gericht nicht angeboten wird.

Viel Beilage brauchen die Knödel nicht. Oft werden sie nur mit etwas Käse bestreut und Nussbutter serviert, manchmal mit Speckkraut, leichtem Lauch- oder Kohlgemüse, einer leichten Käsesauce, oder so, wie wir es gerne essen, mit Tomatenragout aus dem Ofen, bestreut mit gerösteten Pinienkernen oder Nüssen. Manchmal mit kross gerösteten Speckwürferln (Vegetarier lassen ihn natürlich weg).

Beliebiger Blattsalat schmeckt natürlich auch gut dazu.

Fasst überall gibt es für jedes Knödel ein eigenes Rezept. Ich habe mir viele angesehen und bemerkt, dass sie sich bis auf die Zutaten Spinat, Käse oder Rote Rüben ziemlich gleichen. Also mache ich es mir einfacher, ich mache ein Grundrezept, teile dieses in drei Portionen, die ich dann mit der jeweiligen Zutat ergänze. 

Ein Rezept für Faule, sozusagen 😉 Ich kann Euch aber versichern, dass es wirklich gut schmeckt, die Knödel flaumig und zart sind. 

Für 3 Portionen zu jeweils 3 Knödel: 

350 g Semmelwürferl
70 g Butter
2 Schalotten, fein gehackt
1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
4 frische Eier (bei mir wie immer Freiland/bio)
100 ml Milch
80 g Frischkäse
3 El Petersilie
50 g geriebener Bergkäse
Salz, Pfeffer aus der Mühle, geriebene Muskatnuss

Butter in einer Pfanne erwärmen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen Petersilie darin aufschäumen lassen und zu den Semmelwürferl geben. Eier aufschlagen und mit der Milch versprudeln und mit den übrigen Zutaten gut mit den Semmelwürferl vermischen.  Masse  1/2 Stunde rasten lassen.



Für die Spinatknödel: 150 g Blattspinat in Salzwasser blanchieren, gut abtropfen lassen und fein hacken. 

Für die Käseknödel: 60 g Bergkäse oder Gruyere zur Hälfte grob gerieben, einmal klein würfeln.

Für die Rote Rübenknödel: 100 g Rote Rüben gegart, geschält und grob gerieben (bei mir waren das 2 kleine Rübchen) 

Nach der Ruhezeit die Semmelmasse in drei gleich große Teile teilen und jeweils mit dem Spinat, dem Käse und den Roten Rüben mischen, die Knödelmassen nochmals abschmecken. Dann möglichst gleich große Knödel formen. 

Die Spinat- und Rote Rüben Knödel gare ich im Bastkorb über Dampf über kochendem Wasser. Sie sind etwas zarter und ich möchte, dass die schöne Farbe erhalten bleibt und sich das Gemüse nicht auskocht. Wer einen Dampfgarer hat, kann natürlich auch diesen verwenden. 

Die Käseknödel sind weniger empfindlich, die lasse ich normal im Wasser leicht köcheln-

Die Garzeit beträgt in beiden Fällen rund 20 Minuten. 

Tomatenragout:

Beliebige Tomaten in Stücke geschnitten, Lauchzwiebel in Stücke geschnitten, Salz, Pfeffer, 2 EL Basilikumöl, 2 TL Balsamico. Alles zusammen in eine geeignete Form geben und im Backofen bei 200 Grad 20 Minuten schmoren lassen. 

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