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Saure Rüben

26. November 2018

Kennt Ihr Saure Rüben?

Saure Rüben sind Herbstrüben (Halmrüben) die ähnlich wie Sauerkraut durch Milchsäuregärung konserviert werden und gehören zu den Sauergemüsen.
Verbreitet sind sie heute nur noch im Elsass, in einigen Regionen Süddeutschlands, Österreichs (hier vorwiegend im Wiener Raum und in Kärnten) in Kroatien und in Slowenien.

Wir freuen uns jeden Herbst darauf und haben das Glück, dass ein Bauer im Nachbarort die Sauren Rüben noch selbst herstellt und ab Hof verkauft, direkt aus dem Fass, man braucht nur ein geeignetes Gefäß mitbringen, um sie nach Hause zu transportieren.

Im Handel gibt es die Sauren Rüben in Beuteln abgepackt, wir haben sie einmal so gekauft und probiert, war jedoch kein Vergleich mit der frischen Ware unseres Bauern. Sowohl der Schnitt und Geschmack (leicht süßlich) war für uns enttäuschend.
So bleibt nur zu hoffen, dass unser Bauer diese Tradition noch recht lange aufrecht erhält.
Dem Hof ist ein Heurigenlokal angeschlossen, in dem die Sauren Rüben im Herbst von den Gästen schon sehnsüchtig erwartet werden, also dürfte unsere Hoffnung durchaus von Erfolg gekrönt sein.

Rezept für 4 Portionen:

1 kg Saure Rüben
2 EL Bratenfett fakultativ
100 ml Wasser oder Gemüsebrühe
75 g Schweineschmalz (oder Öl) ich hatte noch Gänseschmalz von der Martinigans
1 mittlegroße Zwiebel oder 2 Schalotten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 1/2 EL Mehl

Dazu gab es diesmal gebratenen Schweinebauch vom Waldviertler Strohschwein und Röstkartoffeln.
Die Rüben passen aber auch ausgezeichnet zu gebratener Blutwurst, Bauerbratwurst, Grammel- oder Selchfleischknödel, erlaubt ist, was schmeckt!

Für die sauren Rüben Wasser oder leicht gesalzene Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen, die sauren Rüben dazugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 30 bis 40 Minuten köcheln lassen (sie sollen noch Biss haben).
Zur Geschmacksverbesserung gebe ich gerne noch zwei gehäufte EL Bratenfett während des Kochvorgangs dazu.
Während dessen immer wieder mit einer Gabel umrühren/auflockern und evtl. etwas Suppe oder Wasser nachgießen.

Danach Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und im Gänseschmalz (Schweineschmalz oder Öl) glasig anschwitzen, das Mehl zugeben und zu einer lichten Einbrenn rösten. Unter die sauren Rüben mischen und diese nochmals gut durchkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einigen Rezepten wird noch etwas flüssiges Obers oder Sauerrahm zu den Rüben gegeben, wir essen sie lieber ohne und geben statt dessen guten Bratensaft drauf!

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