Reisen/Unterwegs

Grillworkshop Steak 2.0

29. April 2019

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Geburtstag ist etwas schönes, man wird älter, manchmal auch reifer, man feiert und dann der Höhepunkt: man bekommt Geschenke!!!

Ein Geschenk meiner lieben Schwester Karla, habe ich jetzt eingelöst: ein tolles Grillworkshop von Grillershop.at

So ganz uneigennützig war dieses Geschenk vielleicht gar nicht, durch ihren langjährigen Aufenthalt im südlichen Afrika ist meine Schwester nämlich ein ausgesprocher Braii-Fan und freut sich immer, wenn ich meinen Grill anheize – besser gesagt, das Gas aufdrehe –  viel zu selten, wie sie meint.

Abseits vom üblichen Grillgut, wie Koteletts, Lamm, Huhn, dazwischen auch schon Krustenbraten etc. wollte ich auch einmal etwas Neues kennen lernen, Zubereitung von Fleischstücken, von denen ich zwar schon gelesen, sie bei TV-Sendungen schon gesehen, sie selbst aber noch nicht auf den Rost gelegt hat. 

Teile vom Tier, abseits von Steak und Gustostückerln und deren Zubereitung, da war der Inhalt dieses Workshops genau richtig für mich. 

Mein Bericht wird ein kurzer Streifzug durch ein paar schöne, interessante Stunden sein. Genaue Rezepte schreibe ich hier nicht auf, die finden sich im Rezeptheft, das jeder Kursteilnehmer samt Urkunde am Ende des Kurses erhält. Bei den Beilagen, die bei diesem Workshop etwas abgeändert wurden, habe ich hoffentlich gut zugehört, aber da bin ich ja ohnehin sehr flexibel 😉

Um 17:00 ging es also dann los. Es war eine gemischte Gruppe von Gleichgesinnten, die vom Grillmeister Bernhard begrüßt und in seine Grillkunst eingeführt wurden. Begleitet von seiner Frau Marlies, die gute Seele, die helfend zur Seite stand, wo sie gebraucht wurde. 

Bei der Begrüßung, wurden die verschiedenen Grillgeräte/Methoden, Kohle, Gas, Elektro und Smoker vorgestellt und wir wurden gleich zu Beginn mit Moink-Balls verwöhnt

Wir konnten dann auch schon einen Blick in den Smoker werfen, in dem eine Prime Rib (Hochrippe) von der alten Kuh  bereits vorbereitet war – das gute Stück braucht ja länger!

Das Fleisch von alten Kühen ist in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen, einen schönen Bericht dazu, was dahinter steckt findet man z.B. beim Falstaff: Lang lebe die alte Kuh!

Dann ging es weiter mit der Warenkunde, die verschiedenen Fleischstücke, wie Flank Steak (dryaged), Flat Iron Steak (Fleischreifepackung) und die Duroc Krone (natürlich gehaltene Schweinerasse) wurden uns näher gebracht, gute Gewürze und die Zutaten für die Beilagen standen bereit und dann ging es auch gleich ans Werk. 

Gestartet wurde mit der Duroc-Krone, die auf dem Kugelgrill zubereitet wurde und eine längere Grillzeit beanspruchte (rd. 2,5 Stunden bei indirekter Hitze/130/150 Grad. 

Zwischendurch wurde auch immer wieder ein Blick in den Smoker zur alten Kuhn gemacht. 

Fortgesetzt wurde mit dem Flank Steak auf dem Gasgrill, angegrillt bei hoher Hitze, dann bei reduzierter Hitze indirekt bis zur gewünschten Kerntemperatur fertig gegrillt. Gewürzt wurde mit gutem Salz, Limettenpfeffer und etwas braunem Zucker.
Nach rd. 15 Minuten war es so weit, quer zur Fleischfaser wurde das perfekt gegrillte Steak aufgeschnitten.

Die Beilage dazu war gut gewählt: Süßkartoffelpürée, welches mit Organgen- und Mangosaft, Butter und Chili fein abgeschmeckt wurde. 

Das nächste Stück, welches wir auf den Grill legen durften war das Flat Iron Steak – das wird auch bei mir bald auf dem Grill landen, wird es doch aus einem meiner Lieblingsteile vom Rind, dem Schulterscherzel gemacht, welches zu diesem Zweck quer durchgeschnitten und von der Sehne, die durch die Mitte vom Fleischstück geht, befreit wird. 

Gegrillt wurde ähnlich wie beim Flank Steak, bei 250 Grad direkt angegrillt, dann das Fleisch indirekt (140 Grad) auf ein Kräuterbett gelegt und mit dem  Fleischthermometer der Gargrad festgestellt. 

Es sah noch sehr roh aus, war aber butterzart – für mich wären 3 Minuten länger am Grill jedoch auch kein Fehler gewesen.
Sehr köstlich war die Beilage dazu: Salat aus Rucola, Sprossen und Heidelbeeren abgemacht mit einem feinen Dressing aus Zitronenolivenöl und weißem Balsamico. Davon hätte ich auch zwei Portionen gegessen. 

Die Duroc-Krone hat in der Zwischenzeit auch den richtigen Gargrad erreicht, sie wurde mit einem Gemisch aus Honig und Öl 1:1 bestrichen und noch kurz im Grill gelassen. 

Auf dem Elektrogrill wurde grüner Spargel – zuvor mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas brauner Zucker vermischt – für die Beilage gegrillt.

Der weiteren Beilage, der Sauce Hollandaise wurde durch geriebene Limettenschalen ein raffinierter Touch verliehen. Dann durften wir diesen Gang probieren – ehrlich: ich habe noch nie besseres und zarteres Schweinefleisch gegessen, es ist förmlich auf der Zunge zergangen. 

So gegen 20:30 war es dann so weit! Die Alte Kuh durfte den Smoker verlassen! Wir alle waren sehr neugierig darauf und sahen mit großem Interesse zu, wie Bernhard dieses große Stück gekonnt zerteilte – die fetten Gustostückerl vom Teil für deren Liebhaber zur Seite legte. 

Ich war ja schon ziemlich satt, aber diesen seltenen Genuss wollte ich mir doch nicht entgehen lassen!
Ein kleines zartes Stück landete auf meinem Teller – saftig, zart und von tollem Geschmack. Ich glaube, ich werde mich doch einmal schlau machen, wo ich so ein Stück Fleisch für meinen Grill bekommen kann.
Für die Beilage wurden kleine Rispentomaten mit viel Knoblauch in einer Wanne auf den Elektrogrill gegart, anschließend mit Basilikum, Olivenöl und frisch geriebenem Parmigiano verfeinert. 

Jedes Menü endet mit einem Nachtisch! Im Programm wurde ein Bread Butter Pudding angekündigt, ich glaube, den hätte von uns niemand mehr geschafft. 

Bernhard hat das schon vorhergesehen und auf ein fruchtiges Dessert umgeschwenkt: Orangen, grob mit dem Messer zugeputzt und geschnitten – etwas weißes von der Schale sollte noch dran bleiben – wurden am Grill im Wok zubereitet. Zucker mit Butter karamellisiert, darin wurden die Organgen gegart, mit Rosmarinnadeln bestreut. Zum Schluß kam noch Zucker und Cointreau dazu.
Serviert wurden die Orangen dann mit einem Tupf gutem griechischem Joghurt. 

Ein interessanter Geschmack, für mich vielleicht etwas zu viel Rosmarin. Aber die leichte Bitternote der Orangenschalen tat dem Magen gut. 

Es war ein sehr interessanter Nachmittag und Abend, wer jetzt Lust bekommen hat, so ein Workshop auch einmal zu besuchen, dem kann ich es wärmstens empfehlen. 

Ich freue mich auf alle Fälle schon drauf, das eine oder andere Rezept nachzumachen. Zertifiziert bin ich jetzt dafür ja schon 😉

 

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