Mehlspeisen, Desserts

Uhudler-Traubentarte und ein schönes Herbstmenü

6. Oktober 2019

Einmal im Jahr gibt es bei mir eine liebe Tradition!
Ich lade meine früheren Wiener Kolleginnen samt dem ex-Chef zu einem netten Beisammensein ein, wobei sie natürlich von mir auch kulinarisch verwöhnt werden.
Wir waren ein sehr nettes Team, trotz diverser Umstrukturierungen blieben wir verbunden und freuen uns, wenn wir uns wiedersehen.

Da ich natürlich möglichst viel Zeit mit geselligem Plausch bei Tisch haben und nicht die ganze Zeit in der Küche verbringen will – ich könnte ja was vom Klatsch und Tratsch versäumen – habe ich ein Menü gewählt, bei dem ich schon am Vortag einige Komponenten vorbereiten kann.

Die Rezepte zu zwei der Menü-Komponenten befinden sich bereits am Blog, der wie ich gestern zu meiner Freude vernehmen konnte, von den Kolleginnen sehr gerne angenommen wird und immer wieder Rezepte nachgekocht werden.

Den ➡️ Kürbishummus, habe ich diesmal auf Crostini gestrichen und mit etwas Prosciutto und gerösteten Kichererbsen garniert, der richtige Starter zum Uhudler-Frizzante aus dem Südburgenland. Diesen Aufstrich kann man sehr gut schon am Tag vorher zubereiten, tut dem Geschmack keinen Abbruch!

Das Rezept vom Steinpilzcappuccino habe ich von meiner lieben Blogger-Kollegin von “Home of Happy“ die diesen zu unserem letzten Blogger-Event „Genuss in rot-weiß-rot“ vorgestellt hat.
Er hat ganz vorzüglich gemundet, wird, dank meiner getrockneten Pilze sicher wieder ein Menü begleiten. Das Rezept dazu ist ➡️ hier zu finden.

Zum Hauptgang gab es die bei uns sehr beliebten ➡️ Kalbsbäckchen nach Esterházy-Art, die man ebenfalls schon sehr bequem am Vortag vorbereiten kann, vor allem den Saucenansatz aus den Parüren – dann dürfen die Bäckchen langsam vor sich hin schmoren.
Als Beilage wurde diesmal Sellerie/Kartoffelpüree gewählt, hat ausgezeichnet harmoniert.

Der krönende Abschluß des Menüs war dann die Uhudler-Traubentarte, die ich zum ersten Mal zubereitet habe und deren Geschmack nicht nur die Gäste, sondern auch mich begeistert hat.
Die Trauben durften wir bei meiner lieben Freundin Elfi ernten, wir lieben diesen beerig köstlichen Geschmack der Sorte „Isabella“ sehr.

Den knusprigen Teig dazu habe ich schon einmal im sommer zu einer Pfirsich-Galette verwendet, er ist einfach und geht auch schnell.
Die Idee und Anregung dazu habe ich mir vom Blog „Zucker, Zimt und Liebe“ geholt.
Hier folgt das Rezept für diese köstlich, fruchtige Tarte, die sicher auch mit anderen, aromatischen Weintrauben schmeckt!

Für den Teig:
250g Weizenmehl
1 Prise Salz
2 TL Zucker
1 Prise Zimt
170g sehr kalte Butter in kleinen Würfeln
ca. 6 EL eiskaltes Wasser

Für die Füllung:
2 Handvoll abgerebelte Trauben – hier Isabella
1 EL Maizena
2 EL Vanillezucker
1/2 TL Zimt

Zum bestreichen/bestreuen
1 Ei
2 EL Zucker

Backofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen

Mehl, Salz, Zucker und Zimt mischen. Die Butter in kleinen Würfeln dazu geben und mit den Händen rasch grob abbröseln (ähnlich wie bei Streusel) Dann nach und nach kaltes Wasser zugeben, dieses locker vermischen, bis ein homogener Teig zusammen hält. Es macht gar nichts, wenn noch Butterstücke zu sehen sind, die machen den Teig mürbe und knusprig.

450 g hatte der Teig, der wurde in zwei Teile geteilt, eines mit 300, eines mit 150 g, diese etwas flach gedrückt und in Frischhaltefolie gepackt, für eine Stunde in den Kühlschrank gelegt.

Während dessen wurden die Trauben abgerebelt, in einer Schüssel mit Stärke, Zucker und Zimt vermischt.

Nach einer Stunde wurde der Teig aus dem Kühlschrank genommen (jetzt ist es auch Zeit, das Backrohr auf 200 Grad O/U Hitze vorzuheizen) und das größere Teigstück auf einer bemehlten Unterlage möglichst rund, 4 mm dick ausgerollt (muss nicht ganz exakt sein, es macht nichts, wenn die Tarte etwas rustikal ist)
Die Trauben in die Mitte geben – rundherum einen Rand frei lassen.
Das zweite, kleiner Teigstück ebenfalls ausrollen und mit einem Teigroller oder Messer in Streifen schneiden.
Die Streifen als Gitter über die Trauben legen, dann die seitlichen Ränder der Tarte darüber klappen.

Das Ei in einer kleinen Schüssel mit etwas kaltem Wasser verquirlen und die Tarte damit gleichmäßig bestreichen. Mit Zucker bestreuen, auf Backpapier oder Backfolie geben und noch einmal für 15 Minuten kühl stellen.

Die Tarte mit der Unterlage auf ein Backblech geben und im Backrohr 35 – 40 Minuten zu schöner Farbe backen.
Die Tarte schmeckt lauwarm aber auch kalt.

Für den Menü-Abschluß wurde die Tarte mit Walnusseis, karamellisierten Walnüssen und etwas Obers serviert.

Only registered users can comment.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.