Hauptspeisen

Krautrouladen nach meiner Art

18. März 2020

Am letzten Freitag war der Einkauf etwas stressig, lange Warteschlangen bei den Kassen, teilweise leere Regale, weil auch dort Menschen mit den Einkaufswagen den Nachschub verhinderten. COVID19 und die damit verbundenen Auflagen halten uns momentan alle im Bann.

Ich möchte es bei dieser Gelegenheit nicht versäumen, allen Besuchern meiner Seite die beste Gesundheit zu wünschen! Passt auf Euch auf und befolgt die Ratschläge der Experten!
Auch ich habe mich aus Gesundheitsgründen in Heimquarantäne begeben. Das Haus wird nur mehr in Ausnahmefällen verlassen um das nötigste einzukaufen, vermehrt beim Biobauern und in regionalen Hofläden, die kann man in Zeiten wie diesen, nicht genug unterstützen!

Das Wetter ist frühlingshaft und schön, die Gartenarbeit ruft, Rosen möchten schon geschnitten werden und einige Aufräumarbeiten stehen an und für den Frühjahrsputz gibt es auch keine Ausreden mehr.

Am Plan standen für diese Woche Krautrouladen, die ich am liebsten mit dem zarten Spitzkraut mache. Die fermentierten Krautblätter, die man im Handel bekommt, haben wir einmal probiert, die schmecken uns nicht so gut.
Spitzkraut eignet sich für die Rouladen deshalb so gut, weil der Krautkopf schön locker ist und sich die Krautblätter schön lösen lassen. Sehr ähnlich wie beim Braunschweiger-Kraut, dessen Saison jedoch bereits vorbei ist.

Jetzt aber zu den Krautrouladen, wie ich sie mache, das Rezept reicht für 8 Stück, sie lassen sich auch prima auf Vorrat einfrieren!

1 Spitzkraut – bei unseren Nachbarn in Deutschland auch Spitzkohl genannt
300 g gemischtes Faschiertes Rind/Schwein
2 Tassen bissfest gekochter Reis (ich verwende Mittelkornreis)
1 Ei
2 Schalotten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer, etwas geriebene Muskatnuss

Ferner:
Restlichen Krautkopf
1 EL Tomatenmark
100 ml Suppe oder Weißwein
2 EL Öl
Salz, Pfeffer

Je 1/2 Becher Crème fraîche und Joghurt

Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Fleisch, Reis, Ei, Schalotten, Knoblauch, gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss gut abmischen.
Vom Krautkopf den Strunk von unten ausschneiden und die Blätter, so weit es geht, ablösen.
In einem Topf Salzwasser aufkochen und die Krautblätter blanchieren. Das Spitzkraut ist sehr zart, es braucht nicht mehr als 2 Minuten. Dann das Kraut abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.

Jeweils ein Krautblatt auf die Arbeitsfläche legen, den dicken Teil vom Strunk eventuell etwas flach klopfen. Etwas Fülle drauf legen, das Krautblatt seitlich einschlagen und zu einer Roulade rollen.

Für die Unterlage den restlichen Krautkopf vierteln und das Kraut würfelig schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Kraut darin anrösten. Tomatenmark zugeben, mit etwas Suppe oder Weißwein aufgießen und kurz verkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Kraut in eine Auflaufform geben und die vorbereiteten Krautrouladen darauf platzieren.

Auflaufform mit Folie (ich nehme hitzebeständiges Back- oder Grillpapier) abdecken und ins vorgeheizte Backrohr geben. 35 Minuten backen, dann die Folie entfernen und noch 10 Minuten im Rohr für eine schöne Farbe belassen.
Während dessen die Crème fraîche mit dem Joghurt abmischen.

Das Kraut auf Tellern anrichten, die Rouladen darauf platzieren, mit der Joghurtcreme garnieren. Wir mögen am liebsten Salzerdäpfel dazu.
Nicht nur mir, auch dem Hausherrn hat es ausgezeichnet geschmeckt – probiert meine Variante aus, ich denke, auch Ihr werdet begeistert sein!

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