Küchen-ABC

Rückblick März 2020

2. April 2020

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Schon wieder ist ein Monat vorbei, wobei der März nicht nur für uns viele Veränderungen gebracht hat. Zum Monatsbeginn war zwar noch ein wenig Optimismus angesagt, man dachte da noch, dass es schon nicht so schlimm mit diesem Corona-Virus werden wird. Die traurigen Meldungen haben uns dann eines besseren belehrt. Noch vor der Monatsmitte kamen strengere Auflagen, die Geschäfte wurden von Hamsterkäufern überrannt, viele Menschen haben den Job verloren oder wurden auf Kurzarbeit gestellt.
Besonders hart trifft es u.a. die Gastronomie, was uns dazu bewogen hat, an einigen Tagen der Woche von unserem örtlichen Lieblingsrestaurant ➡️ „Rosengarten“ das Menüangebot, welches ins Haus geliefert wird, in Anspruch zu nehmen. Wir suchen uns aus, was uns gefällt, lassen es uns schmecken, hoffen, dass wir bald wieder im schönen Gastgarten sitzen können.

Kurz bevor die strengen Regeln kamen und alle Restaurants schließen mussten, konnten wir noch eine schöne Einladung von Freunden in einem weiteren Lieblingsrestaurant, dem „Triad“ genießen, verbunden mit einem Ausflug in die „Bucklige Welt“ zu „Mandls Ziegenhof“, wo wir im schönen Hofladen einkauften. Dieser Tag wird uns in schöner Erinnerung bleiben!

Gekocht wurde und wird auch weiterhin bei mir, das Immunsystem wird zwischendurch auch immer wieder mit köstlichen Salaten und Obst gestärkt. Vorräte werden aufgebraucht, eingekauft wird in erster Linie regional, beim Biobauer, im Hofladen und in der nahen Fischfarm.
Ansonsten sind wir eben viel zu Hause, im Garten gibt es schon genug zu tun, sind froh und dankbar, in dieser glücklichen Lage zu sein.

Jetzt aber zum Monatsrückblick und den Gerichten, die unser Herz und den Magen erfreuten, vielleicht ist die eine oder andere Anregung für Euch dabei!

Von meiner Nichte bekam ich im Februar zwei Suppenhühner geschenkt, eines davon wurde im Vormonat zu einer köstlichen Thailändischen Suppe verkocht, das zweite schlummerte noch im Tiefkühler. Daraus wurde jetzt ein feines Paprikahenderl mit Spätzle gemacht. Das Rezept dazu gibt es schon am Blog, als ➡️ Paprikasch vom Minigockel.

Es kann durchaus passieren, dass ich zu viel Spätzle mache und eine Portion übrig bleibt. Dann freut sich der liebe Hausherr auf Eiernockerln. Ein typisch österreichisches Essen. Dazu wird ein wenig Speck in einer Pfanne geröstet, dann kommen die Spätzle/Nockerln dazu, alles wird kurz durch geröstet. Eier werden mit etwas Milch versprudelt, dann über die Nockerl gegossen und stocken gelassen. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer. Zum Servieren wird noch etwas geräucherter Paprika, Schnittlauch oder andere Kräuter drüber gestreut.

Beim Biobauern gibt es immer wieder den köstlichen Wildkräutersalat, wunderbar im zusammengemischt. Eine wahre Vitaminbombe – vom Hausherrn spöttisch als „Hasenfutter“ tituliert, essen tut er ihn dann ja doch gerne (z.B. zu den obigen Eiernockernl!)Für mich jedoch mit einem Schafkäsegupferl und feinem Dressing mit Balsamico, Olivenöl, etwas Orangesaft und Honigsenf.

Nicht nur Wildkräutersalat, sondern auch frischen Spinat hat es beim Biobauern gegeben. Der wurde mit Butter, etwas Weißwein, Knoblauch, Vanille, Salz und Pfeffer in der Pfanne kurz sautiert, dann mit Bandnudeln vermischt. Dazu gab es gebratenen Kabeljau mit Speckcroutons. Geht recht schnell und schmeckt gut.

Während der liebe Hausherr sich paniertes Kotelett mit Erdäpfesalat gewünscht hatte und mir gar nicht nach Fleisch war, habe ich für mich Haferflocken/Gemüselaibchen gemacht. Das Rezept wollte ich eigentlich auf den Blog geben, allerdings ist es noch nicht ausgereift. Die Masse war zu weich und zerlief in der Pfanne – erst als ich noch Brösel dazu gab, hielten die Laibchen dann. Geschmeckt hat sowohl das Malheur als später die fertigen Laibchen – aber ich muss daran noch arbeiten. Als Beilage gab es Joghurt-Kräuter-Mayonnaise und Salat

Die Verwertung von diversen Resten stand am Programm, Zucchini und Gemüse mit Nudeln für mich, ein Stück Blutwurst für den Mann im Haus.
Paccheri Lisci sind eine sehr wohlschmeckende Pastasorte aus dem Süden Italiens. Eine breite Pastasorte, die Saucen besonders gut aufnimmt, beim Kochen aber sehr heikel – eine reine Diva – ist und gerne zerbricht. Hier zubereitet mit kleinen Cherrytomaten, Zucchini, Schalotten, Knoblauch, mit frischem Basilikum serviert.
Die Zubereitung vom Blunzengröstl ist da etwas rustikaler. Gekochte Kartoffeln in Scheiben geschitten, mit Zwiebel und etwas Knoblauch in der Pfanne geröstet, dann kommt die geschnittene Blutwurst dazu, gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Majoran. Zum Servieren wird noch geriebener Kren drauf gestreut.

 

Wieder einmal kommen die Suppenhendl dran, diesmal allerdings als Suppe, die ja schon auf Vorrat gekocht, heiß abgefüllt und in Gläsern im Kühlschrank auf die weitere Verwendung wartet. Als wärmendes Abendessen wurde eine Hühnereinmachsuppe daraus gemacht, mit einfachen Bröselknöderl darin. Eine Suppe, die bei uns immer wieder gerne gegessen wird.

 

Warme Mehlspeisen gibt es in gewissen Abständen immer wieder, sehr zur Freude des Hausherrn. Diesmal wurden die soufflierten/überbackenen Topfenpalatschinken, die bereits am Blog zu finden sind gemacht. Dazu gab es ein fruchtiges Topping aus der Uhudler-Traubenmarmelade (es muss nicht immer Vanillesauce sein )

 

Vom Ragú Bolognese mache ich immer mehr, einige Portionen wandern als Vorrat in den Tiefkühlschrank um uns später zu erfreuen. So auch diesmal, wo es standesgemäß mit Tagliatelle serviert wurde. Und weil Gemüse gesund ist, kamen auch noch gebratene Zucchinischeiben obenauf.

 

Zum Abendessen gab es einen meiner Lieblingssalate: Zeller, Äpfel, roter Zwiebel, abgemischt mit Joghurtdressing und Kräutern. Dazu gibt es Butter- und Käsebrot. Die Butter, gekauft im Hofladen vom „Triad“ kommt aus Frankreich, die zart gesalzene Beurre Bordier, mit Kräutern ein Hochgenuss, der Käse ein Cambozola mit leichter Schimmelnote und gutem Pfeffer aus der Mühle obenauf.

 

Curry geht bei uns auch immer. Diesmal ein schnelles, gelbes Thai-Curry mit Kokosmilch und Garnelen aus dem Tiefkühlschrank. Ingwer, Zitronengras (ohne holzige Teile) Knoblauch fein hacken, in Kokosöl oder Butterschmalz gemeinsam mit nudelig geschnittener roten Paprikaschote anbraten. Dazu kommt junger Lauch und Jungknoblauch vom Biobauern, getrocknete Kaffierlimettenblätter, Kardamom und gelbes Currypulver. Dann wird mit Kokosmilch aufgegossen, alles darf einige Minuten köcheln. Etwas gewürfelte Mango und die aufgetauten Garnelen zum Curry geben, 3 Minuten ziehen lassen. Mit Fischsauce, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, mit Reis und grünem Koriander servieren.

Noch einige Salatideen für zwischendurch: Wildkräutersalat mit Cherrytomaten und Ziegenkäserolle mit Chilimantel bzw. mit Ziegenkäse und gebratenem Speck.
Waldorfsalat hier am Blog mit Tranchen vom Lammrücken (Reste vom „Rosengarten“-Mittagessen), Fenchel-Orangensalat mit gerösteten Walnüssen.

 

Auch dieses Rezept ist ➡️ hier schon am Blog zu finden! Es war Zeit, es wieder einmal zuzubereiten: Zitronen-Hähnchenspieß mit Djuvec-Reis.
Zusätzlichen Vitaminstoß gibt frische Kresse, die ich in verschiedenen Arten in meiner Kressbox, die ich von einer lieben Freundin als Geburtstagsgeschenk bekommen habe, immer frisch zur Hand habe.

Auch schon am Blog zu finden, das Rezept für den ➡️ Lauchquiche diesmal leicht der Saison angepasst, mit Jungzwiebel und Jungknoblauch vom Biobauern, als Beilage der köstliche Baby-Leaf-Salat. Man könnte ihn noch viel öfters machen!

Ein Highlight in diesem Monat war der herrlich saftige Waller von der Fischfarm im Nachbarort.
Ich habe ihn diesmal auf die Art von Fish & Chips zubereitet, allerdings nicht in Bierteig, sondern mit Panko-Bröseln paniert und ausgebacken. Dazu gab es frisch gemachte Sauce tartare und selbst gemachte Pommes. Der Malzessig durfte natürlich auch nicht fehlen. Fish and Chips gib es bereits  ➡️ hier  am Blog!

Ein beliebtes, sehr einfaches Essen sind die Eingebrannten Erdäpfel, im Volksmund auch „Einbrennte Hund“ genannt. Es wird eine Einbrenn mit Suppe zubereitet, die einige Minuten kochen darf. Dazu kommen gekochte, geschälte, in Scheiben geschnittene Erdäpfel, geschnittene Essiggurken, Dille, Majoran, Salz und Pfeffer. Je nach Belieben kann man dieses Gericht mit Wurst,  Geselchtem oder Fleischresten ergänzen. Verbessern kann man es noch mit einigen Löffeln Sauerrahm. Dazu wird gerne herzhaftes Brot gegessen.

Selbstverständlich wird in diesen Tagen auch immer wieder Brot gebacken. Germ ist zwar überall ausverkauft, ist für mich jedoch nicht so schlimm. Mein Roggensauerteig und meine Lievito Madre (milder Sauerteig) ist immer gut gepflegt, damit gelingt gutes Brot – mit Verschiedenen Mehlen, einmal mit oder ohne Kernen – auch ohne Germ!

Noch einmal Fisch zum Abschluss: Diesmal wurden frische Forellen von der nahen Fischfarm geholt und auf „Müllerin-Art“ zubereitet:
Forellen innen und außen waschen, trocken tupfen. Innen und außen mit Salz einreiben, in Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen. Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Temperatur etwas reduzieren und die Forellen beidseitig knusprig braten (ca. 5 Minuten), aus der Pfanne heben und im vorgeheizten Backrohr bei 120 Grad warm halten. Bratenfett abgießen, Butter und gehackte Petersilie zugeben und aufschäumen lassen, Zitronensaft und etwas Weißwein dazugeben, etwas einkochen lassen. Separat ein einer kleinen Pfanne einige Mandelblättchen ohne Fett hell anrösten.
Forellen auf Teller anrichten, mit der Zitronenbutter übergießen, mit den Mandelblättchen bestreuen.

 

Liebe Freunde meines Blogs, ich hoffe, der Streifzug durch den März hat Euch gefallen.
Bitte bleibt gesund und passt auf Euch auf und gebt den Viren keine Chance! 😷 🍀

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  1. Ein sehr schöner Streifzug! Der erinnert mich daran, dass ich auch schon im Triad gegessen habe, wir fanden das wirklich herausragend gut. Und anschließend ans Essen habe ich im dortigen Laden das beste Paprikapulver meines Lebens erstanden.

  2. Das Triad ist immer einen Ausflug wert! Vor einigen Jahren hab ich dort mit Freundinnen einen Kochkurs gemacht, die Männer sind dann zum Essen nachgekommen. War sehr unterhaltsam. Der Hofladen ist ein Hit, die haben jetzt schon Grünspargel aus Illmitz (hat er auf seiner FB-Seite gepostet) Essen jetzt auch zur Abholung.

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