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Rückblick April 2020

1. Mai 2020

Vergeht die Zeit schneller? Zumindest mir kommt es so vor, der April verging wie im Flug – trotz „stay home“ oder vielleicht gerade deswegen?
Wie im Vormonat haben wir zwei mal wöchentlich den Lieferdienst vom Restaurant „Rosengarten“ in Anspruch genommen, somit blieb die Zeit für Gartenarbeit und andere Dinge. Mitte Mai darf der „Rosengarten“ dann wieder seine Pforten öffnen, hoffentlich ist das Wetter schön, dass wir den Gastgarten genießen können, bekanntlich sind die Viren im Freien ja nicht so aggressiv.
Was es aus meiner Küche im April zwischen dem Verwöhnservice und außer den bereits eingestellten Rezepten sonst noch gab?  Bitte nicht wundern, wenn Jungzwiebel und Jungknoblauch dominant in meinen Rezepten vorkommen, den gibt es jetzt in Hülle und Fülle beim Biobauern. Regional einkaufen steht bei mir nich nur jetzt im Vordergrund!

Pikante Blätterteig-Schnecken essen wir immer wieder gerne. Sie sind ein feiner Snack und gleichzeitig auch eine gute Verwertung von Wurst, Käse oder anderen Resten, die im Kühlschrank zu finden sind. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Hier präsentiere ich gleich zwei Varianten: 1 x mit Schinken, Käse, Chorizo und Kräutern gefüllt, mit einigen Mandelblättchen bestreut.
1 x mit mit Fülle mit Spinat, Jungknoblauch, Jungzwiebel, fein gehackte Salami, Feta, gerösteten Pinienkernen.
Der ausgerollte Blätterteig wird dünn mit Creme Fraiche bestrichen, dann wird die Fülle aufgetragen, geht mit einer Palette recht einfach. Der Blätterteig wird möglichst fest eingerollt, mit einem scharfen Messer in Scheiben geschnitten. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit der Hand leicht andrücken. Bei 220 Grad ca. 15 Minuten zu schöner Farbe backen.

Hier gab es einmal eine etwas andere Beilage zu knusprig auf der Haut gebratenen Zanderfilets: saftige Krautfleckerl, die diesmal eine besondere Note bekommen haben. Wodurch? Ihr habt es sicher schon erraten: Jungzwiebel und Jungknoblauch sind mit dabei.

„Einbrennte Hund“ werden sie im Volksmund genannt, einfache Hausmannskost eben, eingebrannte Erdäpfel mit Rahm und viel Dille, so mag sie der liebe Hausherr am liebsten. Dazu gebratene Augsburger, die vorher kreuzweise eingeschnitten wird – so kennen wir es von früher, so wird es auch heute noch gemacht. Mahlzeit!

Vom Kalbsrollbraten, der hier im April bereits am Blog mit Morcheln als Beilage zu finden ist, gab es noch gute Reste. Begleitet wurde er vom ersten Marchfelder Spargel mit Sauce Béarnaise. Ein Gaumen- und Augenschmaus!

Am Gründonnerstag gibt es bei uns wie schon in den vergangenen Jahren einen Klassiker: Brennesselspinat mit Spiegelei und Kartoffeln – hier als Stampf, nur mit etwas Butter verfeinert. Und wenn ich jetzt schon nicht nach Hawaii fliegen darf, dann wird das Ei mit dem schwarzen Salz von der Insel gewürzt.
Für den Spinat werden frische junge Brennessel gut gewaschen, dann blanchiert und mit ein paar Bärlauchblättern mit dem Stabmixer grob gemixt. Jungknoblauch und Jungzwiebel fein schneiden und in etwas Butter anrösten, 1 El Mehl darin anschwitzen. Mit Brennesselwasser und Obers aufgießen, sämig einkochen lassen. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, geriebener Muskatnuss.

Risotto darf natürlich auch nicht fehlen im April! Risotto Milanese mit saftig gebratenen Garnelen diesmal aufgefrischt mit Bärlauch gab es am Karsamstag – viel mehr muss man dazu nicht mehr sagen.

Ostern stand in diesem Jahr unter anderen Vorzeichen. Aufgrund der strengen Corona—Auflagen blieb unser Sohn in Wien, wir waren im engen Kreis am Mittagstisch, mit meiner Schwester, dem Bruder vom Hausherrn.
Traditionell gab es die ➡️ Frühlingskräutersuppe danach Tranchen vom im Ofen gebratenen Iberico-Karée, begleitet von Gemüse und heurigen Erdäpfeln. Das Dessert, Eierlikörmousse mit Erdbeeren und Schoko-Erde wurde von meiner Schwester beigesteuert.

Dillfisolen sind bei uns überaus beliebt, diesmal wurden sie nicht wie sonst auch von gekochtem Rindfleisch begleitet, fleischlos war angesagt. Das flaumig zarte Omelett von den glücklichen Hühnern vom Bio-Bauern, ließ es uns auch nicht vermissen. Einfach kann so gut sein!

Als Abendsnack gab es delikate Brötchen mit dem geräucherte Waller von der Fischfarm: Baguett, bestrichen mit Krenaufstrich, darauf ein Salatblatt, der zarte Waller, Zitrone und frisch geschnittene Kresse.

Was soll man machen, wenn die Almhütten noch immer gesperrt sind? Man macht sich den Schmarrn ganz einfach selber. Flaumiger Kaiserschmarrn, im Backrohr gebacken, in der Pfanne mit etwas Zucker karamellisiert. Dazu der herrliche Zwetschkenröster, von dem es zum Glück noch immer etwas Vorrat gibt!

Ostern ist zwar schon vorbei und ich bin etwas verspätet mit meinen Pinzen. Wirklich? Nein, nicht ganz, denn ich habe sie noch zeitgerecht zum Orthodoxen Osterfest gemacht und es war kein Fehler! Nach einem Rezept einer lieben Bloggerfreundin, Susi „Turbohausfrau“. Zu finden ist es ➡️ hier auf Ihrer Seite.

Rindfleisch, besser gesagt gekochtes Rindfleisch vom Schulterscherzel vom Bio-Weiderind ist auch etwas, was bei uns immer willkommen am Tisch ist. Diesmal mit Spargel und Wiener Schnittlauchsauce, für mich dürfen die Markknochen natürlich auch nicht fehlen. Das Rezept für Suppe, Rindfleisch und Schnittlauchsauce gibt es ➡️ hier
Immer wieder ein Genuss und gerne gegessen!

In der Rindsuppe wurde u.a. Ochsenschlepp mitgekocht. Das Fleisch davon wurde abgelöst und kam mit Frittatten in die Suppe. Ergänzt wurde diese noch mit einem pochierten Ei.

Sehr gerne darf es auch Salat sein, so wie hier ein köstlicher Spargelsalat vom ersten grünen Spargel vom Biobauern. Mit dabei Avocado, kleine Kirschtomaten und Mozarella-Minis. Mariniert mit feinem Oranendressing. Wie ich ihn gemacht habe? Ich habe es aufgeschrieben:
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden, eventuell im unteren Drittel schälen. Die Stangen in ca. 3-4 cm Stücke schneiden, dabei die Köpfe ganz lassen. In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. salz, etwas Zucker und Zitronensaft dazu geben, darin die Spargelstücke und -köpfe in ca. 2 Min. bissfest garen. In ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
Avocado längs halbieren, schälen und Stein entfernen. Die Avocadohälften quer in Scheiben schneiden und sofort mit Zitronensaft mischen, damit sie sich nicht bräunlich verfärben. Kirschtomaten waschen und halbieren, dabei die Stielansätze entfernen. Estragon und Basilikum abbrausen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und fein hacken. Mozzarella Minis halbieren.
Senf (ich nehme am liebsten Dijon-Honigsenf mit Orangensaft und Essig verrühren, nach und nach das Öl dazugeben und kräftig verrühren. Estragon untermischen, salzen und pfeffern. Spargel, Avocado, grüne Erbsen (tk – nur auftauen lassen) und Tomaten mit der Marinade mischen und den Salat ein wenig durchziehen lassen. Eventuell nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Was für mich der Spargelsalat, ist für den lieben Hausherrn ein herzhafter Steirischer Wurstsalat: Pariser-Wurst, Emmentalerkäse, Paprika, Paradeiser, Jungzwiebel- und Knoblauch, Dressing mit Apfelessig, Honigsenf und gutem Rapsöl. Am Tisch kommt dann noch ein Schuß gutes Kürbiskernöl drüber. Dazu gab es frisch gebackenes Dinkel-Kamut-Brot.

Ursprünglich wollte ich die Burgerbötchen selbst machen, ein Rezept mit Dinkel-Buns ausprobieren. So war es geplant, dann ist der erste Besuch beim Gartencenter in die Quere gekommen und ich habe die Buns gekauft. Wir waren überrascht: die einst so trockenen spröden gekauften Brötchen haben einen Wandel erlebt, sie waren gar nicht so schlecht, wie wir sie in Erinnerung hatten. Die Patties waren aus reinem Rindfleisch, in der Grillpfanne medium-rare gebraten, wo auch gleichzeitig die Brötchen auf der Schnittfläche gebräunt wurden. Die Pommes wurden im Backofen gemacht, Erdäpfel in Spalten geschnitten, mit Öl benetzt und kamen ca. 20 Minuten bei 200 Grad ins Backrohr. Dazu gab es Cole-Slaw Salat. Es darf auch einmal „Fast-Food“ sein, bei Brigittas Kulinarium.

Ist etwas dabe für Euch bei meinem Monatsrückblick? Konnte ich Euch vielleicht inspirieren, das eine oder andere Gericht nach zu machen? Es würde mich sehr freuen.

 

Der Mai bringt – mit Aufllagen – einige Erleichterungen, Geschäfte sperren wieder alle auf, Kinder dürfen wieder in den Kindergarten und in die Schule.
Sport ist mit einigen Einschränkungen auch wieder erlaubt.
Die Gastronomie darf Mitte des Monats wieder öffnen, Hotels und Beherbergunsbetriebe erst am Monatsende.
All das sollte uns nicht dazu verführen, unvorsichtig zu werden, bleiben wir achtsam und gesund.

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