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Monatsrückblick August 2020

1. September 2020

Im August wurde natürlich wieder gekocht, allerdings waren wir einige Tage im Salzkammergut und haben auch auswärts gut gegessen, all das findet Ihr wieder im Monatsrückblick.

Da ich kürzlich darauf angesprochen wurde möchte ich gerne mitteilen: wenn ich hier meine Einkaufsquellen oder auch Restaurantbesuche nenne, ist es zwar Werbung, aber es ist völlig uneigennützig und ohne jegliche Bezahlung,
Wie immer habe ich in diesem Monat mein Gemüse beim ➡️ Biobauern Thomschitz im Nachbarort eingekauft, es gibt ➡️ Trüffeln aus Pöttsching , Fisch von der ➡️ Fischfarm Sigleß, erwähnt wird auch das ➡️ Bullinarium, wo wir für einen Grillsonntag eingekauft haben und ich berichte mit Link zu den Lokalitäten, wo wir in unserem Kurzurlaub kulinarisch verwöhnt wurden.
Los geht es:

Gleich zu Beginn des Monats gab es einen unserer Lieblingsfische: Saibling knusprig auf der Haut gebraten, ganz einfach mit Kartoffel-Selleriepürée und etwas vom ➡️ Karottengrünpesto   , mit den ersten Zwetschken wurden Zwetschkenknödel – diesmal mit ➡️ Kartoffel-Topfenteig gemacht.

 

Manchmal gehe ich auch fremd was Ital. Teigtaschen betrifft. Vor allem, wenn sie von so guter Qualität sind, wie diese von meinem Ital. Großhandel, der auch einen kleinen Detailverkauf in einem der Nachbarorte hat.
Einmal gibt es hier Ravioli mit Pignoli-Ricottafüllung, einmal mit Tortellini mit Pfifferling-Ricotta-Füllung. Köstliche Varianten, wenn man an heißen Sommertagen nicht lange in der Küche stehen will!
Erstere habe ich mit im Backrohr gegrillten Scheiben von der Ochsenherztomaten, Nussbutter, Pinienkernen und Basilikum ergänzt, bei den anderen wurden nur Eierschwammerl mit fein gehackten Schalotten und Kräutern in Olivenöl geröstet, mit den gekochten Tortellini in etwas Nudelwasser und Obers geschwenkt.

An einem heißen Sonntag im August wurde der Geburtstag vom Hausherrn und auch der eines lieben Freundes nachgefeiert!
Bei einem Besuch im Bullinarium in Markt Allhau haben wir gut gegessen und es wurde auch Fleisch – in dem Fall Rumpsteaks und Fledermaus – für den geplanten Grillsonntag eingekauft. Vorweg gab es gebeizten Saibling, ➡️ hier am Blog, als Beilagen gab es gegrillte Gemüsespieße, Papanozza (wurde im Monatsrückblick vom Juli beschrieben) und Salat von frischen Ochsenherzparadeisern. Fein war es, gut war es, gemütlich war es!

Vom szilianischem Erdäpfelstampf Papanozza gab es noch einen Rest und ich dachte mir, wenn die Griechen ihr Knoblauch-Kartoffelpürée Skordalia kalt servieren, warum sollte das mit Papanozza nicht auch schmecken?
Gesagt getan: serviert mit Antipasti aus marinierten Artischocken vom Biobauern, Ochsenherztomaten, gutem Olivenöl, Balsamico und Mortadella war es ein vorzüglicher Abendsnack für mich!

Bei meinem ital. Markt bekomme ich Burrata, die ich sonst im Handel sehr selten sehe. Burrata ist eine Sonderform des Mozzarella aus Apulien, innen ganz cremig und sehr fein.
Ich habe ihn in diesem Monat in zwei köstlichen Varianten genossen:
1. Mit frischen Pfirsich- und Avocadospalten und einem herrlichen Korianderöl nach einem Rezept von Yotam Ottolenghi, das so gemacht wird: In einem kleinen Topf gutes Olivenöl mit etwas Honig, einigen Lavendelblüten, einer angedrückten Knoblauchzehe und groben Meersalz vermischen.
Das Öl bei mäßiger Hitze einmal kurz aufkochen und sofort vom Herd nehmen, gut verrühren und vollständig abkühlen lassen.
Koriandersamen in einer Pfanne ohne Fett langsam bei mäßiger Hitze rösten, bis sie duften und zu springen beginnen. Danach in eine Schale geben und auskühlen lassen, dann zum Öl geben.
Garniert habe ich das Ganze noch mit frisch geriebenen Zitronenzesten und frischem Estragon aus dem Garten.
2. die etwas einfacher Varante: im Ofen gegrillte Scheiben von der Ochsenherztomate, Basilikum, gerösteten Pinienkernen und gutes Olivenöl. Dazu geröstete Weißbrotscheiben mit Pesto bestrichen.

Wenn es beim Biobauern die vollmundigen Paradeiser und saftigen Paprikaschoten gibt, ist es Zeit für den Winter einen Vorrat an Peperonata/Letscho und Paradeissauce anzulegen.
Das Gemüse gare ich noch recht knackig, friere es dann in Portionsbeutel zu 500 – 600 g ein. So ist das Paprika/Tomatengemüse später beim Aufwärmen nicht zu weich. Rezept gibt es bereits hier am Blog, ebenso von meiner ➡️ Lieblings-Paradeissauce , die ich in diesem Fall vor dem einfrieren mit dem Mixstab fein püriere.

Kennt Ihr Squashes? Das sind kleine runde grüne Kürbisse aus Namibia/Südafrika. Meine Großnichte hat uns Samen davon mitgebracht, die Ernte war zwar nicht so ertragreich, gerade einmal ein paar Stück, aber die waren köstlich. Die Kürbisse werden halbiert in Salzwasser ca. 10 Minuten gekocht (fakultativ kann man sie auch im Backofen garen. Dann werden die Hälften mit 1 EL flüssiger Nussbutter gefüllt, das Fruchtfleisch mit der Gabel aufgelockert und ausgelöffelt. Sie erinnern ein wenig an die bei uns beheimateten Spaghettikürbisse – wie auch der kleine gelbe Kürbis auf dem Teller – schmecken sehr fein. Wenn sie so frisch geerntet werden, kann man den restlichen Kürbis samt Schale dann auch noch essen. Bei diesem seltenen Genuss bleibt bei mir kein Rest 😉 – darf auch nicht bleiben, denn die Koffer sind schon gepackt für unseren Kurzurlaub Salzkammergut!

Als Ausgangspunkt für unsere Tage im Salzkammergut haben wir uns Bad Aussee auserkoren, auf Empfehlung von Freunden waren wir sehr gemütlich in den neu renovierten Zimmern beim ➡️ Kalßwirt in Bad Aussee untergebracht.
Von der netten Wirtin bekamen wir gute Tipps für Ausflüge in der Umgebung, wurden mit gutem Frühstück und vorzüglichen Speisen im netten Gastgarten verwöhnt. Neben herrlich zubereiteten Eierschwammerl und fangfrischem Saibling haben wir dort den wohl besten Topfenstrudel der Region genossen. Wir können das Haus wärmstens empfehlen!

Einen Tipp von unserer Wirtin haben wir gleich am Ankunftstag, am späten Nachmittag umgesetzt: einen Ausflug zum nahe gelegenen Ödensee, um den ein Rundwanderweg – ca. 4 km – führt. Ein sehr idyllischer Ort, ob zu Fuß, mit dem Rad oder auch zum Baden. Leider hatte der Wettergott an diesem Tag kein Erbarmen mit uns, gerade los gewandert, fing es nach ca. 1,5 km an zu regnen, so dass wir patschnass umkehren mussten und in der Kohlröserlhütte ein trockenes Plätzchen suchten.
Die ➡️ Kohlröserlhütte am Ödensee gehört zu den 10 besten Wirtshäusern der Steiermark, was natürlich zu einem Imbiss einlud.
Nach einem kleinen Amuse vom Saibling mit frischem Pesto habe ich dort den wohl besten Burger gegessen. Vom jungen Rehbock mit Camembert, schwarzen Nüssen, Rotkraut, karamellisierten Zwiebeln, Rucola und eine sensationelle Grillsauce aus Schwarzbeeren. Der wird sicher einmal nachgemacht!
Nach einem Ausflug zum Loser (Panoramastraße) und kleiner Wanderung zum Augstsee dort, haben wir den Spaziergang rund um den Ödensee zwei Tage später bei traumhaft schönem Wetter auch noch nachgeholt. Wäre ein absoluter Lieblingsplatz von mir, würde ich in dieser Gegend leben.

Am nächsten Tag besuchten wir Hallstatt und Bad Ischl, nutzten die Gelegenheit, diese sonst touristisch sehr frequentierten Orte mit wenig Touristen zu besichtigen. In Bad Ischl stand natürlich ein Besuch in der K&K Hofbäckerei Zauner am Programm. Unsere Mehlspeisen, Apfelstrudel und Zwetschgenfleck haben wir im Inneren genossen, im Freien waren alle Tische besetzt. Der berühmte Zaunerstollen wurde natürlich auch eingekauft, als Mitbringsel mit nach Hause genommen.

Den letzten Tag unseres Kurzurlaubes verbrachten wir in Altaussee, machten mit dem Solarschiff mit Blick auf den Dachsteingletscher eine Fahrt über den See, wanderten die lt. Webseite schönste Sackgasse zur ➡️ Jausenstation Seewiese wo wir zum Mittagessen einkehrten. Der Hausherr hatte gut gewählt: Roggenkrapfen, gefüllt mit gezupftem Hochlandrind auf Selleriecreme und Blattspinat (auch das werde ich bald einmal nachbasteln). Ich hatte mit meinem Gericht etwas Pech, die Kartoffelbaunzn mit Karfiolcreme, mariniertem Blattspinat und Nüssen sahen zwar gut aus, leider war das Gericht für meinen Geschmack zu sehr säurebetont, später kam ich erst drauf, dass auch die Nüsse gefehlt haben. Man sollte in so einem Fall mutiger sein und sofort reklamieren – man lernt eben nie aus. Immerhin hat mich der Ramazotti danach etwas getröstet.
Zu Fuß ging es dann entlang dem See zurück nach Altaussee – zum Auto und wieder heimwärts.

Kaum zu Hause angekommen, waren wir schon wieder unterwegs, allerdings nur zum Mittagessen in der mit einer Haube ausgezeichneten ➡️ Bevanda in Gloggnitz. Die Großnichte war mit Freund aus München zu Besuch und wollten dieses, auch von uns geschätzte Ital. Restaurant gerne kennen lernen.
Nach guten Vorspeisen – Tatare vom Rind bzw. von Eierschwammerln – gab es genau so gute Hauptspeisen. Für mich Oktopus mit schwarzen Nudeln auf Paprikasauce, für den Hausherrn geschmortes Kalbfleisch mit Polenta und Trüffeln, Großnichte und Schwester wählten gegrillte Calamari.

So konnte es natürlich nicht weiter gehen, auch wenn ich es noch ein paar Tage ausgehalten hätte. Es war Zeit, wieder an den eigenen Herd zurückzukehren.
Der Hausherr hat vom Nachbarort eine Trüffel und Trüffelbutter eingekauft, das Auto und später auch der Kühlschrank duftete danach.
Von der Trüffel aus dem Nachbarort habe ich im Vorjahr schon berichtet, herrliche ➡️ Tagliolini damit zubereitet.
Diesmal gab es Risotto bianco mit Trüffel (für den Hausherrn mit Duroc-Kotelett). Einige Tage später hat mich mein lieber Mann mit einem genussvollem Abendsnack überrascht: Eierspeise mit Trüffel, so einfach und so gut. Ein kleines Stück von der Trüffel ist noch da, in Reis gebettet, die wird es demnächst vielleicht wieder mit Pasta geben.

Mit diesem besonderen Genuss wird mein Streifzug durch den August 2020 beendet. Ich hoffe, es ist etwas für Euch dabei, ich freue mich über jeden Besuch auf meiner Seite und stehe für Rückfragen immer gerne zur Verfügung.

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