Suppen - Vorspeisen

Französische Zwiebelsuppe

27. November 2020

Im Beitrag erwähnt: Knorr Kaiser Teller: Zwiebelsuppe „Französische Art“

Die Blogger von „Wir retten was zu retten ist“ sind wieder unterwegs und haben sich ein schönes Thema ausgesucht:  Es geht um die Suppe, wir wollen den Beweis erbringen, das unsere Suppe besser schmeckt, als jene, die zu Hauf in den Regalen im Supermarkt angeboten werden. Ob aus der Tüte oder aus der Dose!

Als ich mich bei einem Einkauf umgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass die Auswahl an Fertigsuppen riesig ist – unglaublich, was alles angeboten wird! Hier nur ein kleiner Teil davon!

Natürlich lasse ich das Argument gelten, dass derartige Produkte für eine Bevorratung für Not- und Krisenzeiten empfehlenswert sind. Sie sind lange haltbar und auch in jeder Checkliste für Notvorräte zu finden.
Für den täglichen Gebrauch allerdings sollten wir uns doch nicht daran gewöhnen, schon wegen der künstlichen Zusatz- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker und meist mehr Salz als nötig – all das sollte uns zu denken geben.

Also ging ich durch das Regal und habe mir eine Suppe für diesen Blogevent ausgesucht. Meine Wahl fiel auf die „Zwiebelsuppe auf französische Art“ – lt. Packung mit nachhaltig angebauten Zwiebeln und ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffe. Allerdings sind in der Zutatenliste viele Dinge zu finden, die ich in meine selbst gemachte Zwiebelsuppe nicht hinein gebe: Palmöl, Weizenmehl, Tomatenpulver, Curcuma, Aromen mit Milch etc. Empfohlen wird, die Suppe mit Petersilie zu verfeinern und mit einer mit Käse überbackenen Weißbrotscheibe zu servieren. Wie Ihr sehen könnt, habe ich die Suppe, wie empfohlen gekocht und serviert.
Unser Fazit: Schlecht schmeckt der Kaiser Teller nicht, aber kann er mit meiner „Französichen Zwiebelsuppe“ mit halten?

Früher stand eine französische Zwiebelsuppe öfters auf meinem Plan, jetzt habe ich sie schon länger nicht gemacht, die Suppenrettung ist somit nicht nur eine gute Idee von dem Team

sondern für mich eine gute Gelegenheit, diese tolle Suppe – ein echter Klassiker, der schon auf die Zeit der Römer zurück geht – wieder einmal zu servieren.
Früher eine einfache Bauernmahlzeit, hatte die moderne Version der „Soupe à l‘oignon“ ihre Wiege im Paris des 18. Jahrhunderts und verbreitete sich von dort über viele Regionen Frankreichs. Sehr berühmt ist z.B. auch die „Gratinée lyonnaise“, die Lyoner Zwiebelsuppe von Paul Bocuse, die mit Eigelb und Madeira legiert wird.

Bei meinem Rezept habe ich mit an die klassische Variante gehalten, sie hat köstlich geschmeckt!

Rezept für 2 Portionen:

1/2 kg Zwiebeln, geschält, in dünne Ringe geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
eventuell 1 TL brauner Zucker
50 ml Weißwein
600 ml kräftige Rindsuppe (habe ich in Weckgläsern im Vorrat)
Salz, Pfeffer frisch aus der Mühle
Petersilie, fein gehackt
1 EL Sherry oder Madeira

4 Scheiben Weißbrot oder Baguette
1 Knoblauchzehe
70 g geriebener Gruyère

Zubereitung:
Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und bei geringer Hitze 30 bis 35 Minuten anbraten, bis die Zwiebeln weich und schön gebräunt sind. Für eine noch schönere Farbe mit etwas Zucker karamellisieren. Dieses sanft/lange anbraten der Zwiebeln ist das non plus ultra, denn dadurch bekommt die Suppe den guten Geschmack und eine schöne Farbe!
Jetzt wird mit dem Weißwein aufgegossen und gut umgerührt, dass sich die Zwiebeln vom Boden der Pfanne lösen, bevor im nächsten Schritt die Rindsuppe dazu gefügt wird.
Jetzt darf die Suppe 12 bis 15 Minuten köcheln.


Während dessen wird das Brot in einer Pfanne trocken auf beiden Seiten geröstet, jeweils auf einer Seite mit der Knoblauchzehe eingerieben. Darauf kommt der geriebene Gruyére.

Das Backrohr wird jetzt auf 220 Grad vorgeheizt.

Die Suppe wird jetzt noch einmal gut mit Salz und geriebenem Pfeffer aus der Mühle abgeschmeckt, eventuell noch ein EL Sherry oder Madeira zugefügt, dann in vorbereitete, ofenfeste Suppentassen eingefüllt.
Auf jede Suppentasse werden 2 Scheiben der mit Käse bestreuten Brote gelegt, dann wird die Suppe im Ofen etwa 10 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Vor dem Servieren wird die Suppe noch mit gehackter Petersilie bestreut.


Achtung! Die Suppentassen sind sehr heiß! Also aufpassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt!
Jetzt heißt es nur noch genießen und daran denken, dass selbst gemacht immer besser ist!
Vor allem weiß man, was drinnen ist und dass es mit viel Liebe zubereitet wurde.

Weitere Suppen – natürlich nicht aus Tüte und Dose – findet Ihr, wenn Ihr auf die nachfolgend eingestellten Links klickt!
Herzlichen Dank auch an die Administratoren, Britta und Barbara, nicht zu vergessen den lieben Martin, der all unsere Links in einem eigenen Dokument zusammen fasst und uns damit die Arbeit sehr erleichtert.

Brittas Kochbuch ➡️ Mulligatawnysoup
Cakes, Cookies and more ➡️ Selbstgemachte Tütensuppe im Glas
Turbohausfrau ➡️ Französische Zwiebelsuppe
Brotwein ➡️ Pichelsteiner Eintopf – Rezept für Gemüseeintopf mit Rindfleisch
Anna Antonia-Herzensangelegenheiten ➡️ Tomatencremesuppe
Pane-Bistecca ➡️ Chinesische Nudelsuppe schnell gemacht
BackeBackeKuchen ➡️ Gulaschsuppe_27
CorumBlog 2.0 ➡️ Brokkoli-Nudel-Topf
evchenkocht ➡️ Klare Rinderbrühe mit Blutwurst-Teigtaschen
Bonjour Alsace ➡️ Erbseneintopf
our food creations ➡️ Champignoncrèmesuppe
Kleines Kuliversum ➡️ Lensenzopp – luxemburgische Linsensuppe
Cahama ➡️ Französische Knoblauchsuppe mit Croûtons
Kaffeebohne ➡️ Blumenkohl-Brokkoli-Suppe
Volkermampft ➡️ Brokkoli-Creme-Suppe mit Mandeln
Möhreneck ➡️ Gemüsesuppe
Das Mädel vom Land ➡️ Serbische Bohnensuppe
Barbaras Spielwiese ➡️ Waldpilz-Cremesuppe

 

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  1. Wow, Du hast sogar die Tütensuppe ausprobiert! Meine Suppe basiert auch auf einer dieser Tüten, allerdings habe ich mir nur die Zutaten angeschaut und dann selber improvisiert. Aber Du hast recht, für Notvorräte sind solche Produkte ideal.

    Deine selbstgekochte Version gefällt mir aber um Klassen besser!

  2. Liebe Brigitta,

    Du hast echt den Selbstversuch gemacht – Respekt! Ich gebe zu, dass ich das bei meiner Suppe auch ganz kurz überlegt habe, mich dann aber doch dagegen entschieden habe. Auch wenn die Tüten nicht viel kosten, so muss ich das Geld (und die verarbeiteten Rohstoffe) nicht für die Tonne kaufen.

    Zwiebelsuppe ist auch in unserem Haus eine gerne servierte Speise, auch wenn ich in der letzten Zeit nicht dazu gekommen bin, diese auf den Tisch zu bringen. Aber demnächst bestimmt…

    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Den Selbstversuch habe ich auch so verstanden – denn wie sonst kann man einen Vergleich anstellen? Außerdem habe ich ein nachhaltiges Produkt für meinen Test ausgewählt.

  3. Das mit dem Selbstversuch war ja nicht „gefordert“, aber Hut ab und Respekt, dass Du Dich rangewagt hast!

    Deine Suppe sieht wunderbar aus und macht Appetit, aber wie ich schon bei Susis Rezept schrieb: Ich vertrage sie einfach nicht.

    LG Britta

  4. Früher mochte ich sogar die Zwiebelsuppe aus der Tüte. Bis ich sie irgendwann nicht mehr vertragen habe… Seitdem mache ich sie nur noch selber und dann sieht sie ähnlich köstlich aus wie Deine! Sobald man Brühe auf Vorrat einkocht, ist werden Suppen auch relativ schnell gemacht werden.
    Lieben Grüß Sylvia

  5. Hallo Brigitta,
    ich habe mich nicht getraut die Tütensuppe zu essen. Früher gab es das bei mir sehr viel, aber da bin ich glücklicherweise drüber weg.
    Ich habe noch nie Zwiebelsuppe gekocht. Ich habe beim Essen immer Probleme mit dem Käsecrouton, aber ich sollte es wirklich mal wagen.
    Liebe Grüße
    Katja

  6. Liebe Britta,
    die Zwiebelsuppe ist auch sehr beliebt bei uns in Luxemburg. Ich mag sie auch sehr gerne mit Käse überbacken und ich finde, du hast mit Gruyere einen ganz tollen Käse dafür ausgesucht 🙂
    LG,
    Jill

  7. Oh, soooo fein! Das hast du ganz liebevoll angerichtet, Britta. Von mir aus könnte es Zwiebelsuppe täglich geben, wären da nicht so andere Zweibeiner an meinem Tisch, die dabei die Nase rümpfen … 😉
    Danke und ganz liebe Grüße!

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