Mehlspeisen, Desserts

Schneenockerl mit Vanillesauce

24. Februar 2021

Draußen ist der Schnee – zumindest hier – schon weg, man könnte sagen, der Frühling kündigt sich an.
Hier auf meiner Seite präsentiere ich Euch eine Kindheitserinnerung, die sicher viele von euch kennen und die gleichzeitig eine sehr feine Verwertung von Eiklar ist: Schneenockerl bzw. Schnee-Eier mit Vanillesauce – in Frankreich wird dieses Dessert „Ile flottante“ – schwimmende Insel genannt.

 

Bei uns gab es dieses Dessert zum Valentinstag und mein großes Kind war sehr begeistert davon. Als ich sie in einigen Gruppen im Netz einstellte erfuhr ich auch noch andere Bezeichnungen: Vogelmilch oder auch Schwänchen!

Selbst große Köche, wie Alain Ducasse hat diese Nocken aus Eiklar in seinem Buch „Meine Bistroküche“ verewigt, verwendet für die Creme neben Milch auch noch Schlagobers – die Créme de la Créme sozusagen!

Meine Variante ist eine ganz einfache, so wie sie meine Mutter gemacht hat und wie sie auch in meinem Schulkochbuch steht, mit übrig gebliebenem Eiklar, Zucker, Milch und Vanillecremepulver für die Sauce.

Das Rezept reicht für 6 Dessertportionen, wir waren zwar nur zu Dritt, übrig geblieben ist allerdings auch nichts, alle haben sich noch Nachschlag geholt.

1/8 l Eiklar
200 g Feinkristallzucker (oder Staubzucker)
1/2 l Milch
30 g Vanillecremepulver
2 EL Milch

Für die Garnitur: Himbeeren, Heidelbeeren oder auch Schokostreusel.

Das Eiklar wird mit Zucker zu steifen Schnee geschlagen.
Die Milch wird in einem Topf aufgekocht – dann die Hitze zurückgedreht
Aus der Schneemasse werden mit zwei Esslöffeln große Nocken geformt und in die heiße Milch eingelegt, wo man sie 1 – 2 Minuten mit einmaligen Umdrehen ziehen lässt.
Dann werden die Nocken heraus genommen und in eine geeignete Schüssel gelegt.

Das Vanillecremepulver wird mit der kalten Milch glatt gerührt, dann in die heiße Milch eingekocht, wo man es unter rühren nochmals kurz aufkochen lässt.
Die angerichteten Nockerln werden mit der Vanillecreme übergossen und kühl gestellt.

Es braucht aber niemand verzagen, wenn kein Eiklar übrig geblieben ist – die „schwimmende Insel“ kann man auch mit ganzen Eiern machen: den Schnee für die Nocken, die schaumig geschlagenen Eidotter werden in die heiße Milch mit einer ausgekratzten Vanilleschote eingerührt und unter ständigen rühren sämig eingekocht. Hier braucht man dann kein Vanillepuddingpulver.

Man kann dieses Dessert pur genießen oder – wie ich es gerne mache – mit Beeren/Beerensauce servieren. Ein Dessert, das nicht nur Kindern schmeckt!

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