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Kochbuch: Domenico Gentile – Casalinga, die Küche der süditalienischen Hausfrauen

30. April 2021

Es ist nicht das erste Kochbuch, dass ich auf meiner Seite erwähne, aber das erste Kochbuch, dem ich mich – mit Erlaubnis von meinem lieben Social-Media Freund Domenico – näher widme.

Domenico ist mir schon vor längerer Zeit auf Facebook – seiner Seite Cooking Italy und der gleichnamigen Kochgruppe aufgefallen. Seine Gerichte gefielen mir und ich habe mir schon viele Anregungen von seinem Blog, ➡️Cooking Italy, der übrigens zu den größten italienischen Foodblogs Deutschlands zählt, geholt.
Seit rund einem Jahr hat er auf seiner Seite auch einen Shop mit typischen, qualitativ hochwertigen Produkten aus dem Süden Italiens – vornehmlich von Herstellern aus kleinen Betrieben.
Auch sein erstes Kochbuch, welches ich hier ein wenig beschreibe, ist im Shop erhältlich und wird handsigniert versandt. Wenn man so wie ich Glück hat, wird es auch noch mit einer sehr netten Widmung versehen!


LA MIA PASSIONE – so beginnt Domenicos Einleitung zu seinem Buch. Seine Passion gehört Kalabrien, wo seine Familie lebt und eine kleine Landwirtschaft betreibt. Er selbst lebt in der schönen Pfalz, ist aber noch immer eng mit dem Süden Italiens und mit deren Küche verbunden. Einfache, ursprüngliche Rezepte, nachhaltige Lebensmittel und viel Liebe zum Kochen zeichnen Domenico aus. Im Buch beschreibt er Rezepte, von denen ihm Mütter und Großmütter erzählten, traditionelle Familienrezepte – allen voran die Rezepte seiner Tante Catharina aus Kalabrien.
Neben den Rezepten ist das Buch geschmückt mit vielen Fotos seiner Reisen, den Landschaften und den Menschen, die ihm begegneten:  Maremma, Lazio, Puglia, Campania, Calabria und Sicilia.

Wie im Buch fange auch ich mit der Maremma an, mit einem der ältesten Kuchen Italiens, dem Kastanienkuchen, Castagnaccio genannt. Mich hat dieses Rezept sofort interessiert: ein Kuchen ohne Zucker, low carb durch das Kastanienmehl, wenige Zutaten (Kastanienmehl, Rosinen, Walnusskerne, Pinienkerne, Olivenöl, Salz, Wasser und Rosmarin), dazu noch schnell gemacht! In Italien wird er mit süßem Vino Santo genossen – uns hat er auch mit Prosecco mit einem Schuß Martini Fiero auch vorzüglich geschmeckt! Beim nächsten Ital. Buffet wird er sicher auch unsere Gäste begeistern! Vom Rezept habe ich übrigens nur die halbe Masse gebacken. Sie reichte für eine Backform von 20 cm.

Der Vorreiter der klassischen Pasta Carbonara ist die „Pasta alla Gricia“, die ebenfalls mit wenigen Zutaten auskommt. Ein Gericht der Hirten und einfachen Leute: Pasta nach Geschmack,  Guanciale (durchwachsener ital. Speck) etwas Weißwein, Pecorino, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und etwas Nudelwasser verbinden sich zu einem geschmackvollen Nudelgericht. Bei mir kamen noch frische Rucolasprossen drauf.

Das nächste Gericht stammt aus Apulien: die Focaccia barese. Ich habe Focaccia bisher nur bei meinen Urlauben in Italien, meist in Bars als Happen zwischendurch gegessen. Selbst habe ich sie noch nie gemacht.
Domenicos Rezept  wird ohne Vorteig, dafür aber mit langer Ruhezeit gemacht. Bei mir war es so, dass der Teig am Morgen gemacht und am frühen Abend die herrlich flaumige Focaccia genossen wurde. Das wird sicher ein Fixpunkt für den Sommer!

Ein absolutes Lieblingsrezept, welches ich schon vor einiger Zeit am Blog von Domenico entdeckte, ist Pasta mit Salsiccia und der pikanten Nduja (Streichsalami). Ich mache es in regelmäßigen Abständen immer wieder gerne, habe dieses Gericht, zubereitet mit ➡️ Spaghetti, auch schon auf meiner Seite verewigt.
Bei Domenico wird die Schärfe der Nduja mit etwas Mascarpone ausgeglichen, das musste ich natürlich ausprobieren. Eine vorzügliche Idee, die ich natürlich in mein Repertoire gerne aufnehme.
Ein sehr authentisches Gericht aus Kalabrien, welches die Sehnsucht nach dem Süden weckt!

Viele Gerichte aus dem Kochbuch stehen noch auf dem Programm – demnächst wird die Aqua Cotta, eine Gemüsesuppe, die ganz entfernt an die beliebte Shakshuka erinnert, gekocht. Caponata und Parmigiana sind auch schon wieder notiert, genau so wie die sizilianischen Arancini.

Köstliche Pastagerichte sind ohne Ende im Buch zu finden, neben traditionellen Fleisch- und Fischgerichten.
Auch Süßes ist vertreten, wie z.B. Zeppole di San Guiseppe, Frittierte Krapfen aus Brandteig mit Vanillecreme, die in Italien zum Vatertag gebacken werden – bei uns ist er im Juni und vielleicht auch eine Überraschung für unsere Väter!

Dass ich mit dem Buch noch lange nicht fertig bin, beweisen die vielen kleinen Lesezeichen.
Mein Resumée: Tolle Rezepte, oft nur mit wenigen Zutaten, gelingsicher und viele davon schnell zubereitet.
Danke an Domenico der die Idee hatte, die Küche der süditalienischen Hausfrauen perfekt zu präsentieren und uns mit vielen Bildern durch sein geliebtes Italien führt.

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  1. Die (mir zu) scharfe Nduja mit Mascarpone zu strecken ist eine gute Idee :-))
    Ich mag Süditalien sehr gern, die dortige Küche wird ja oft unterschätzt, aber auf jeden Fall klingt das Kochbuch sehr sehr nett! Und man möchte sofort auf diesem Platz sitzen, den das Buchcover zeigt…
    lg

  2. Danke, liebe Friederike, solche Bücher erlauben uns, kulinarisch zu reisen und das finde ich schön!
    Liebe Grüße

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