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Monatsrückblick Juni 2021

3. Juli 2021

Hui – wie die Zeit vergeht! Schon hat ein für uns bis jetzt recht ereignisreiches Jahr die Halbzeit erreicht.
ab 1. Juli gibt es viele Lockerungen, was Covid betrifft, ein fast normales Leben sollte wieder möglich sein, hoffen wir, dass es hält.
Wer will, darf auch schon Urlaub im Ausland machen, wir haben noch zwei verschobene, bereits 2019 angezahlte Reisen vor uns, im September geht es – so Corona es will – in die Cinque Terre, im Oktober mit meiner jüngeren Schwester nach Andalusien. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Immerhin konnten wir im Juni das Weihnachtsgeschenk von unserem Sohn einlösen und die Vorstellung von „CATS“ im Ronacher in Wien besuchen. Es war ein schönes Erlebnis: ein Bummel durch die belebte Kärntner Straße, ein kleines Abendessen bei einem Italiener im Schanigarten und eine gelungene Vorstellung.


Ein weiteres kulinarisches Erlebnis hatten wir bei der Heimfahrt aus der Steiermark, wo wir in Winzendorf beim „Puchegger-Wirt“, den wir von früheren Besuchen in guter Erinnerung hatten, einkehrten und sehr köstlich gespeist haben. Kreative Küche auf hohem Niveau, zwei feine Vorspeisen: Geflügelleberparfait für meine Schwester, der Hausherr und ich teilten uns Ziegenkäsemousse mit Sauerampfergratinée, unser Sohn verspeiste eine kräftige Rindsuppe mit Kaspressknödel.
Danach gab es Perlhuhnbrust, Seesaibling, Rindfleischtopf und Kalbsrahmherz mit Breznknödel und Wachtelspiegelei. Was uns sehr gut gefiel, war die Verwendung von regionalen Produkten und Zutaten aus der Region.


Nach mehr als einem Jahr konnten wir im Juni auch unseren Neffen in Ungarn besuchen. Er lebt in einem kleinen Ort nahe der Grenze mit dem fast unaussprechlichen Namen Felsöcsatár. Dort besuchten wir zum Mittagessen das originelle Resturant im Western Style „Pinka Smoke“. Nach sehr kreativ präsentiertem Beef Tatar und Porchetta aus dem Smoker verbrachten wir noch schöne und lustige Stunden im Garten, wo wir uns viel zu erzählen hatten.

Neben all diesen Vergnügungen auswärts wurde natürlich in der heimischen Küche gekocht!
Wie immer habe ich ein Augenmerk auf regionale Produkte gelegt, in erster Linie bei Gemüse, Eiern und Salat, die ich beim Biobauer im Nachbarort einkaufe. Dort hat man heuer zu meiner großen Freude mit einer Pilzzucht begonnen. Es gibt die besten frischen Shitake, Kräuter- Kastanien- und Limonenseitlinge und auch den gesunden Igel-Stachelbart. Also wundert Euch nicht, wenn in den Gerichten in diesem Monat die verschiedenen Pilze sehr oft vorkommen.

Begonnen hat der Juni mit einem Lieblingsgericht, hier am Blog: ➡️ Spinatknödel,
Diesmal gebettet auf einem Ragout von grünem Spargel – frischer Spinat und Spargel regional vom Biobauern – mit Nussbutter und gerösteten Mandelblättchen. Die Knödelliebe hat wieder voll zugeschlagen!

Weiter ging es mich mit einer interessanten Quiche, den Teig dazu habe ich in einer Facebook-Gruppe entdeckt und ausprobiert. Für die kleine Form habe ich 110 g Dinkel-Buchweizenmehl je zur Hälfte, 60 g Butter, 50 g Wasser, Salz und Pfeffer – alles zu einem Teig verknetet, dann 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.
Belegt wurde der Quiche mit frischem Spinat, Jungzwiebel und Jungknoblauch, Paradeiser (alles kurz in Olivenöl angeschwitzt und gewürzt), dazu noch Feta und 2 Eier mit Creme Fraiche verquirlt. Darauf noch Reste vom geräuchertem Saibling und Mandelblättchen. Es hat großartig geschmeckt und war ein toller Abendsnack!

Ein sehr zartes Hendl – Maishuhn „Label Rouge“ – habe ich im Ofen, mit gemischten Pilzen und Kartoffeln, Zitrone, Knoblauch und Rosmarin aus dem Garten, zubereitet. So zart und Saftig war das Fleisch, ein mediterraner Genuss auf dem Teller!


Die bei uns immer wieder gerne gegessene ➡️ Kartoffeltortilla wurde diesmal mit den sehr aromatischen Kastanienseitlingen und Jungzwiebel zubereitet.


Bevor das frische Gemüse angeboten wird, sollte man daran denken, Vorräte aus dem Tiefkühlschrank aufzubrauchen. In dem Fall war es eine pikante Paprika/Paradeissauce. Es wurde ein beliebtes Pastagericht gemacht: Salsicia aus der Haut gedrückt und in kleine Stücke geteilt, in Olivenöl angebraten, die Sauce und Spaghetti untergemischt, mit frisch geriebenen Parmesan oder Pecorino serviert. Schnell, gut und einfach, wenn man nicht lange in der Küche stehen will.


Beim Biobauern gab es herrlich frischen Mangold, da konnte ich nicht widerstehen und es wurde daraus eine köstliche und gesunde Beilage zum gebratenem Zanderfilet und Cremepolenta.

Gedünsteter Mangold: Mangold putzen, Stielansatz abschneiden. Stiele und Blätter in breite Streifen schneiden. Jungzwiebel fein schneiden, 2 Stk. kleine Tomaten grob schneiden. 2 Knoblauchzehen fein hacken.
1 El Butter und 1 El Rapsöl erhitzen. Tomaten, Schalotten, Mangoldstiele und den Knoblauch darin andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, 100 ml Wasser angießen, aufkochen und zugedeckt 5 Min. garen. Mangoldblätter zugeben, 1 Min. zusammenfallen lassen, zum Schluß noch einmal abschmecken.

Wenn es heiß ist – und der Juni hat uns mit der Sommerhitze ja wirklich sehr verwöhnt – sollte man scharf essen, so heißt es. Also gab es ein scharfes rotes Hühnercurry mit frischen Shitake und unreifer Mango, deren Säure die Schärfe ein wenig milderte. Also Curry geht bei uns auch immer wieder – wie schaut es bei Euch damit aus?
Serviert wurde es mit Reis und viel koreanischem Koreander, der bei mir im Garten herrlich gedeiht und einen sehr feinen Geschmack hat.

Scharf oder doch lieber kühl und erfrischend? Ich denke Abwechslung tut auch hier gut und bei der großen Hitze ideal: eine kalte Joghurtsuppe aus griechischem Joghurt, Eiswasser, grob geriebener Gurke und gelbem Spitzpaprika, Knoblauch, Zitrone, Minze, Salz, Pfeffer. Serviert mit gekochtem Ei und Croutons vom Chili-Baguette


Schon Mitte Juni und noch nichts Süßes am Tisch? Das musste schleunigst geändert werden, vor allem wenn die ersten Kirschen reif sind und herrlich schmecken! Ich habe mein Rezept vom ➡️ Kirschenstrudel vom Blog genommen, diesmal wurde er mit kühler Vanillesauce serviert.


Beim Italiener, den ich schon öfters erwähnt habe, gab es frische Tortellini mit Branzinofülle, die haben uns sehr interessiert und der Geschmack hat uns nicht enttäuscht. Serviert habe ich sie mit Zoodles (Zucchininudeln) in Thymian-Zitronen-Oberssauce. Ein Gedicht ❣️


Kennt Ihr geröstete Radieschen? Wenn nicht, solltet Ihr das einmal probieren! Ich habe sie zum Hauchdünn geschnittenen, frischen Kohlrabi á la Carpaccio  (beides natürlich vom Biobauern) gemacht und es hat super gepasst und ausgezeichnet geschmeckt:
Kohlrabi schälen, in dünne Scheiben hobeln, mit einer Marinade (Apfelessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas scharfen Senf) bepinseln.
Radieschen waschen, halbieren oder vierteln. Mit etwas Olivenöl, 1 kl. gehackten Jungzwiebel, 1 gehackten Knoblauchzehe, etwas Rosmarin, Salz und Pfeffer vermischen.
Im vorgeheizten Backrohr bei 200 Grad ca. 15 Minuten rösten. Dann etwas abkühlen lassen.

Ein Lieblingsrisotto vom Hausherrn zu dieser Jahreszeit und während der Spargelsaison: Risotto mit grünem Spargel, diesmal zusätzlich mit Estragon und gebratenen Rotschalen-Garnelen.


Auf Facebook habe ich dieses Gericht bei einem Freund gesehen und es hat mir so gut gefallen, dass ich es unbedingt nachmachen musste: Lauwarme scharfe Zoodles, lauwarme Paradeiser und Burrata.
Die mit dem Spiralschneider genudelte Zucchini kurz, und sehr heiss mit einer gehackten Knoblauchzehe im WOK mit etwas Öl schwenken, leicht salzen, dann eine Spur süß saure Chili Sauce dazu geben.
Kleine Paradeiser in Scheiben schneiden und ebenfalls kurz anbraten. Mit gezupften Basilikum bestreuen. Ich habe auf die Burrata noch etwas zerlassene Orangenmarmelade gegeben. Ein wahres Geschmackserlebnis!

Beim einkaufen hat der liebe Hausherr ein Stück vom Almochsen entdeckt, das wir so noch nicht kannten: Almo Teres Major – ein Teilstück bzw. Muskel aus dem hinteren Teil der Schulter, besonders kraftvoll, aber gleichzeitig auch zart im Geschmack. Das Stück wurde gewürzt, in der Grillpfanne rundherum scharf angebraten, dann im Backofen bis zur Kerntemperatur von 60 Grad gegart. Es war perfekt, sowohl Garpunkt als auch Geschmack! Es muss wirklich nicht immer Filet sein! Ich werde wieder danach Ausschau halten!

Weil es das letzte mal so gut war, wurde es noch einmal gewünscht: Risotto mit diesmal noch mehr Estragon:  Schalotten und Risottoreis in Olivenöl angeschwitzt, in dem Fall mit trockenem Martini abgelöscht, dann mit Gemüsesuppe bissfest gegart. Fertig gestellt mit Saft von 1 Zitrone, franz. Estragon, geriebenem Parmesan und einem schönem Stück kalter Butter. Dazu gab es gebratenen Bio-Lachs und erfrischenden Gurkensalat mit Griechischem Joghurt und frischer Minze. Eine perfekte Kombination, wie wir feststellen konnten.

Mit Knödel hat der Juni angefangen, mit Knödel ging er zu Ende. Es gab die ersten jungen roten Rüben beim Biobauern und sofort war der Wunsch nach den ➡️ „weltbesten Rote-Rüben-Knödel“ nach dem Rezept von Roland Trettl wieder da. Diesmal wurden sie allerdings nicht gemeinsam mit den Graukäsekrapfen serviert. Perfekt dazu passte eine Kren-Oberssauce und als kleiner Überguss Salbei-Nussbutter. Ein schöner kulinarischer Abschuß, jetzt darf der Juli kommen!


Große Pläne für den Juli haben wir noch nicht, wir lassen jetzt einmal alles auf uns zukommen, werden den Garten genießen und an heißen Tagen Abkühlung an einem Badesee suchen.  Es wird sicher Treffen mit Freunden und Verwandten geben, auch Feste werden wieder gefeiert. Leben, lachen, tanzen, plaudern – einfach genießen ist angesagt!

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  1. Nachdem es gerade so einladend frische Rote Rüben gibt, muss ich deine Knödel endlich mal ausprobieren. Die stehen schon länger auf der To-Do-Liste. Fehlt nur noch das schlechte Wetter.

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