Wer schon einmal im Wirtshaus Steirereck am Pogusch gespeist hat, dem wird meine heutige Anrichteweise vom Fisch vielleicht etwas bekannt vorkommen.
Wir waren im September des Vorjahres anlässlich unseres Hochzeitstages dort, ich habe im ➡️ Monatsrückblick damals davon berichtet, dass mir der Wildkarpfen nicht nur gut geschmeckt, mir auch sehr gefallen hat, wie er präsentiert wurde und ich das einmal ähnlich machen möchte.
Eher durch Zufall bin ich bei einer Internetsuche auf das wunderbare Rezept von Heinz Reitbauer gestoßen und habe mich wieder daran erinnert.
Wildkarpfen ist bei uns natürlich kaum zu bekommen, aber ich habe zu einem schönen Stück von der Seeforelle gegriffen.
Das Rezept ist raffiniert einfach, nur beim Anrichten tut man sich alleine etwas schwer, das Pürée macht den Spritzsack ziemlich heiß, dass man sich fast die Finger verbrennt. Erdäpfelespuma in der Isi-Flasche wäre vielleicht eine gängige Lösung?
Rezept für 2 Portionen:
300 g mehlige Erdäpfel, geschält
80 ml Milch
70 g Butter
Salz, etwas gemahlene Muskatnuss
350 g Fischfilet ohne Gräten (hier Seeforelle)
1 Stück Paradeiser, in kleine Stücke geschnitten
3 zarte Jungzwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Zitronenschale, fein gehackt
Salz, Pfeffer
etwas Mehl (zum mehlieren)
3 EL Sonnenblumenöl zum braten
2 EL Butter
etwas Kernöl
gehackte Petersilie
Für das Pürée die Erdäpfel in Würfel schneiden, in Salzwasser weich kochen, dann abseihen und zerstampfen. Heiße Milch glatt unterrühren, dann die kalte Butter zugeben und cremig rühren, mit Salz und Muskat abschmecken.
Fischfilet salzen, auf der Hautseite leicht mehlieren. In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Filet auf der Hautseite nach unten einlegen und ca. 5 Minuten knusprig braten. Dann wenden und nur mehr kurz ziehen lassen, warm stellen.
Das Öl abgießen, Butter in die Pfanne geben und die Paradeiswürfel, den Jungzwiebel, Knoblauch und Zitronenschale kurz darin anschwitzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Fischfilet in 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit dem Erdäpfelpürèe abwechselnd anrichten. Topping mit einen kleinen Löffel auftragen, mit etwas Kernöl beträufeln, mit Petersilie bestreuen.
Es ist nicht nur eine sehr schöne Art, ein Fischfilet mit Beilagen zu servieren, es schmeckt auch ganz ausgezeichnet. So wird es wieder einmal gemacht, vielleicht sogar einmal mit Wildkarpfen, so mir einer ins Netzt hüpfen sollte 😉



Beim Anrichten bist du immer top, finde ich, und das gesamte Rezept gefällt mir gut! Ich hätte sogar noch ein schönes Waldviertler Karpfenfilet im Tiefkühler… lg
Danke liebe Friederike – obwohl mit dem Team vom Pogusch kann ich nicht mithalten. Freue mich, wenn Du Das Rezept ausprobierst! LG